Fall Litvinenko: US-Russland-Experte und Litvinenko-Freund in Washingtoner Vorort niedergeschossen
Sunday, 04.March 2007 um 00:22 Uhr | Breaking News, Politik, Polizeimeldungen, USA
Neues vom medial sanft entschlafenen Litvinenko-Fall: Die Akte um den an einer Polonium-Vergiftung verstorbenen Ex-KGB-Agenten (In diversen Spionage-Thrillern heißt es, dass es keine Ex-KGB-Agenten gibt…) ist um ein weiteres Opfer reicher. In einem Vorort der US-Hauptstadt Washington D.C. ist bereits am Donnerstagabend Ortszeit ein Experte für russische Geheimdienste mit mehreren Schüssen niedergestreckt worden, der nach eigenem Bekunden mit Litvinenko befreundet war. Wie das FBI inzwischen bekanntgab, wurde Paul Joyal außerhalb seines Hauses angegriffen und durch Schüsse in den Unterleib schwer verletzt, inzwischen aber stabil.
Joyal, der wegen seiner Russland-Kenntnisse amerikanischen Medien oft mit seiner Expertise zur Verfügung stand, hatte erst vier Tage zuvor in einem TV-Interview erklärt, die russische Regierung sei in den Tod Litvinenkos involviert gewesen. Dennoch wird die Tat zunächst als ”normales” versuchtes Tötungsdelikt nach einem Straßenraub durch die örtlichen Polizeibehörden verfolgt. [Breitbart , IHT]
Joyals Frau wirft der Darstellung entgegen, dass sowohl Brieftasche, als auch Aktenmappe ihres Mannes nicht geraubt worden seien. [USAToday]



