Salomonen-Beben hob Insel drei Meter aus dem Meer, Korallenriffe an die Luft
Monday, 09.April 2007 um 12:04 Uhr | Unglücke/Unfälle
Das Beben der Stärke 8,0, das die Inselgruppe der Salomonen erschütterte und einen verheerenden Tsunami auslöste, hatte offenbar auch eine erhebliche Veränderung der regionalen Topographie zur Folge. Die Verschiebungen der tektonischen Platten erhoben die Insel Ranongga mit einem Schlag drei Meter aus dem Ozean. Korallenriffe, die bislang als Paradies für Sporttaucher galten, liegen nun über der Wasseroberfläche und sind an der Luft dem Tod geweiht. Fische wie Meerespflanzen, die von dem abfließenden Wasser nicht zurück ins Meer gespült wurden, verrotten auf dem Trockenen. Die neue Küstenlinie ist zum Entsetzen der Anwohner teilweise bis zu 70 Meter von der alten entfernt, die Insel teilweise mit Rissen in der Erdkruste von zu einem halben Meter Breite buchstäblich in zwei Hälften zerbrochen.
Die Zerstörung der ehemaligen Fischfanggebiete entzieht den betroffenen Inselbewohnern nahezu die gesamte Ernährungsgrundlage und zwingt sie zu weiteren Wegen zur Nahrungsbeschaffung. Auch der örtliche Tourimus ist schwer betroffen, weil große Teile der Korallenriffe verschwunden sind, die bei Sporttauchern so beliebt waren. Der Naturkatastrophe folgt daher nun die Existenzkrise. [Yahoo!News]
Hilfe von der Wasserseite wird auch durch neue Untiefen erschwert, die sich durch die Plattenverschiebungen gebildet haben. [LN-Online]



