Wenn der “Grand Prix de la Chanson” zum “East Eurovisionski Songski Contestski” mutiert
Friday, 11.May 2007 um 13:53 Uhr | Deutschland, Entertainment, Europa, Vermischtes
Das kommunistische Sowjetreich hat es in 50 Jahren nicht geschafft, Europa zu annektieren, dem halbwegs demokratisch gewordenen Russland sind die ehemaligen Bruderstaaten zumindest machtpolitisch abhandengekommen und Vladimir Putin stellt zurecht fest, dass nur noch die USA die Welt regieren – Da bleibt nur noch der musikalische Gegenschlag. Und der fällt erfolgreich aus:
Osteuropa überrollte die Konkurrenz beim Halbfinale zum “Grand Prix de la Chanson” Eurovision Song Contest geradezu. 9 der 10 noch zu vergebenden Plätze gingen in den früheren Ostblock: Weißrussland, Mazedonien, Slowenien, Ungarn, Georgien, Lettland, Bulgarien, Moldawien und Serbien qualifizierten sich neben der Türkei für den Hauptwettbewerb am Samstag, bei dem 15 osteuropäischen nur 9 nord-, west-und südeuropäische Nationen entgegentreten. Das sich die jeweiligen Bruderstaaten die Stimmen gegenseitig zuschanzen ist gewiss, so dass sich Resteuropa, gänzlich ohne Erfolgsaussichten, ganz beruhigt anderen TV-Programmen zuwenden kann. [FAZ.net]
Auch DJ Bobo wird den Song Contest im Fernsehen wohl boykottieren, nachdem sein Vampirsong, ohne rechten Biss vorgetragen, floppte. Auf die Übermacht des Ostens angesprochen verlor der Schweizer sowohl Contenance, als auch jede landestypische Neutralität:
“Wir wurden alle abgewatscht, die westlichen Länder – durch die Bank. [...] Die Musik ist total egal gewesen. Du hättest auch die türkische Flagge auf die Bühne legen können, drei Minuten lang. Dann hätte das auch geklappt.” [Yahoo!News]




13.December 2008 um 14:24 Uhr
[...] die zur Hälfte Einfluss auf die Punktevergabe der jeweiligen Nation nehmen wird. Ob damit die osteuropäischen Punkteschiebereien verhindert werden können, bleibt aber ebenso offen, wie die Frage, ob Dieter Bohlen in der Jury sitzen [...]