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IAEA-Chef El-Baradei: Iranische Urananreicherung brummt

Es schwingt Resignation in den Worten des Chefs der internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Mohammed El-Baradei, mit, als er bekannntgeben muss, dass die iranische Urananreicherung in der Anlage Natans brummt.

IAEA-Inspektoren haben nach einer Begehung der Anlage am Sonntag festgestellt, dass Iran die meisten der technischen Probleme gelöst habe und inzwischen in weit höhrerem Maße anreichern könne, als zuvor angenommen. 1300 Zentrifugen seien bereits in Betrieb. Die ansteigende Zahl der Anreicherungsanlagen stelle einen immer größer werdenden Rückschlag für die westliche Diplomatie dar.

Der Iran habe die zwischenzeitlichen Probleme, die Zentrifugen mit der nötigen Geschwindigkeit laufen lassen zu können offenbar überwunden und im Bereich des Know-hows aufgeholt. Die Anlage habe die volle Anreicherungsfähigkeit erlangt.

“Von nun an ist es nur eine Frage, diese Kompetenz zu perfektionieren. Viele werden es nicht gerne hören, aber das ist eine Tatsache”, erklärte El-Baradei.

Dass bislang gewonnene Material muss nur ein weiteres Mal angereichert werden, um Waffenfähigkeit zu erlangen. Bislang geht man davon aus, dass der Iran dazu erst die Inspektoren ausweisen wird. In Europa und Russland wird daher mehr und mehr in Frage gestellt, ob die internationalen Forderungen nach einem Stopp des iranischen Anreicherungsprogramms überhaupt noch Sinn machen. Die Logik der Forderung war, den von Israel als “Tag ohne Wiederkehr” bezeichneten Zeitpunkt hinauszuschieben, an dem der Iran die volle Fähigkeit zur Produktion von Nuklearmaterial erlant habe. El-Baradei geht davon aus, dass diplomatische Bemühungen nun kein Erfolg mehr haben werden, weil dieses Ziel von den aktuellen Ereignissen überholt worden sei.

Es stellt sich nunmehr nur noch die Frage, ob man den Iran davon abhalten will, die Schwelle zu erreichen, waffenfähiges Uran anzureichern. In der US-Regierung werden die Stimmen lauter, die härtere UN-Sanktionen fordern und auch die Möglichkeit von Militärschlägen in betracht ziehen. [New York Times]

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Verfasser: BreakingNews
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