Anti-G8-Milizen “verwüsten Rostock” – Schäuble bedankt sich
Saturday, 02.June 2007 um 21:48 Uhr | Deutschland, Kopfschüttelnd, Politik, Polizeimeldungen, Terrorismus
1.G8-Protesttag:
Rostock steht noch. Die dramatische Betonung liegt auf “noch”. Die friedliche Demo der mit einem ernsthaften Anliegen auftretenden linken Szene eskalierte, weil vermummte, schwarzgekleidete Anti-G8-Milizen innerhalb des Demonstrationszuges allergisch auf einen(!)Polizeiwagen reagierten. Die Lust am Chaos führte dann zu einer “Orgie der Gewalt”, die die Rostocker Straßen in Trümmern und Autos in Flammen zurückließ und in einem Anarchie-Orgasmus mit zum Teil schwersten Verletzungen für rund 430 Polizisten endete. Auch unschuldige Demonstranten wurden reihenweise verletzt.
Die Veranstalter der friedlichen Proteste distanzierten sich prompt von der Eskalation aus ihrer Mitte. Das die Trennung von den gewaltbereiten und offenbar erkennbaren Extremisten aber nicht funktionieren kann und soll, beweisen Äußerungen auf der eigentlich friedlichen Kundgebung:
Als die ersten Autos brannten, stachelte ein Redner auf der Kundgebungsbühne die militante Szene noch mit klaren Worten auf: “Wir müssen den Krieg in diese Demonstration reintragen. Mit friedlichen Mitteln erreichen wir nichts.” [SpiegelOnline]
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble verfasst daher sicher schon persönliche Dankesschreiben: Schon am ersten Tag rechtfertigt die linke Grütze sämtliche vergangenen wie zukünftigen repressiven und präventiven Maßnahmen der Sicherheitsbehörden. Selbst Gerichte könnten in wahrscheinlich kommenden Eilverfahren gegen Demo-Auflagen und -verbote angesichts der nun nahezu erwiesenen drohenden Gefahren tendentiell anders entscheiden, als vielleicht bislang. Das wird noch eine interessante Woche…



