Paris Hilton: Die Justiz-Posse geht weiter
Friday, 08.June 2007 um 17:53 Uhr | Entertainment, Hollywood, Kopfschüttelnd, Polizeimeldungen, Rechtsprechung, USA, Vermischtes
Nachdem Paris Hilton vorzeitig die Haftanstalt verlassen durfte, um nach Weisung der zuständigen Strafvollzugsbehörde eine Zeit von 40 Tagen in Hausarrest im eigenen Luxus-Anwesen, überwacht von einer elektronischen Fussfessel, abzusitzen, wird es heute eine erneute Anhörung vor Gericht geben. Die Staatsanwaltschaft hatte Beschwerde gegen die Maßnahme der Vollzugsbehörde eingelegt, nachdem man ebenso wie der mit der Sache befasste Richter Michael Sauer kein Einverständnis zur Verlegung der Hotel-Erbin erklärt hatte. Letzterer hatte in seinem Urteil einen Hausarrest sogar ausdrücklich ausgeschlossen.
Der Vorgang hat in den USA ein erhebliches negatives Echo hervorgerufen. Die sich in solchen Fällen äußernden üblichen Verdächtigen, wie der schwarze Bürgerrechtler Rev. Al Sharpton, äußerten sich empört ob der privilegierten Sonderbehandlung. Und sie erhalten neue Argumente: Die Hilton-Anwälte hatten beantragt, sie zu der gerichtlichen Anhörung nicht persönlich zu laden, sondern per Telefonkonferenz aus ihrem Anwesen zuzuschalten. Darüber war im Gerichtsaal ein heftiger Streit zwischen den Anhörungsbeteiligten ausgebrochen, den der Richter schließlich mit der Anordnung beendete, die in Hausarrest befindliche sofort vorzuführen, um die Anhörung beginnen zu können.
Unterdessen belagern neben Journalisten auch Schaulustige den Hilton´schen Nobelknast – Ein Hauch von O.J. Simpson liegt über der Szene. Vielleicht wird ja auch Paris Hilton versuchen, mit einem weißen Ford Bronco zu fliehen??? Genügend Helikopter von Radio- und TV-Stationen sind auf alle Fälle in der Luft, um den Transport der Hotel Erbin zm Gericht zu begleiten.


