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54 Millionen-Dollar-Klage wegen verschwundener Hose: 2.Prozesstag

Am zweiten Prozesstag im spektakulären Hosen-Mord-Fall Zivilverfahren um eine, in einer chemischen Reinigung verschwundenen, Hose wurde während des Kreuzverhörs des in eigener Sache aussagenden Klägers das Mord-Opfer zur Schau gestellt die wiederaufgefundene Hose als Beweisstück zugunsten der Beklagten eingeführt.
Roy Pearson, Kläger und selbst Richter an einem Verwaltungsgericht, bestritt auch nach Konfrontation mit der Hose weiterhin, dass es sich dabei um sein Beinkleid handele, obwohl der angebrachte Quittungszettel mit dem Pendant übereinstimmt, den Pearson erhalten hatte. Wiederholt setzte er sich mit seinem sturen Beharren auf seiner recht eigenwilligen Rechtsauffassung dem Gelächter des ganzen Gerichtssaales aus. Nach seiner Meinung hätten die Betreiber der Reinigung sofort auf seine Forderung, ihm 1.150 US-Dollar für einen neuen Anzug zu zahlen, eingehen müssen, um der Werbeaussage “Zufriedenstellung garantiert” genüge zu tun. Die vorsitzende Richterin erklärte daraufhin, sie bezweifele dies stark.

Dem daraufhin gestellten Antrag der Verteidigung, das Gericht möge die Klage abweisen, gab die vorsitzende Richterin aber in der Hauptsache nicht statt. Es sei eine schwere Entscheidung gewesen, aber der Prozess werde zunächst fortgeführt. Beobachter bescheinigen der Richterin bislang eine faire Prozessleitung, auch wenn sie oft ungläubig wirkte und ihren Kollegen beinahe aufzuziehen schien. Sie habe mit einem entwaffnenden Mix aus Humor und Hartnäckigkeit auf den Kläger eingewirkt und somit allzu extreme fachliche Ausschweifungen des Juristen verhindert, aber ihm jeden Spielraum eröffnet, seine Argumente dazulegen. Gib dem Kläger genügend Seil, damit er sich notfalls selbst erhängen kann, heisst das in Juristenkreisen.  [Washington Post´s Raw Fisher]

Und der Kläger bemüht sich redlich, dass auch hinzukriegen: Roy Pearson gab zum Abschluss seiner Aussage zu Protokoll, sich wohl bewußt zu sein, dass die Beklagten die von ihm geforderten Millionen nicht zahlen könnten. Dennoch hat er die Summe – ganz siegesgewiß - bereits verplant: 500.000 Dollar für seine Auslagen, 2 Millionen Dollar als Schmerzensgeld – der Rest solle einer Stiftung für Verbraucheraufklärung zugeführt werden, die er gründen wolle, um Verbraucher über ihre Rechte zu informieren.

Mittlerweile sind die Anwälte der Beklagten mit Zeugenvernehmungen am Zug. Neben Leumundszeugen wurde die koreanische Betreiberin, Soo Chung in den Zeugenstand gerufen. Auch sie weinte bei ihren Schilderungen über die Folgen der Klage für sie und ihre Familie. Der Kläger verzichtete auf ein Kreuzverhör, so dass die Schlussplädoyers folgen. [wtop.com]

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Verfasser: BreakingNews
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