Papua-Neuguinea: AIDS-Kranke von eigenen Familien lebendig begraben
Tuesday, 28.August 2007 um 07:30 Uhr | Kopfschüttelnd, Krisenherde, Vermischtes, Wissenschaft
Ähnlich wie in weiten Teilen Afrikas ist auch die südpazifische Inselgruppe Papua-Neuguinea von der menschlichen Katastrophe betroffen, die die Immunschwächekrankheit AIDS verursacht. Mehr noch als die schlechte Gesundheitsfürsorge sorgt aber die mangelnde Bildung für menschliche Tragödien, die dem industriestaatlich-aufgeklärten Menschenverstand kaum begreiflich werden kann.
Aus Angst vor der Krankheit und der schlichten Hilflosigkeit bei der Betreuung sehen sich dort viele Einwohner vorallem abgelegener Landstriche gezwungen, ihre eigenen Familienmitglieder noch lebendig zu begraben. Eine Entwicklungshelferin, die fünf Monate versuchte AIDS-Aufklärung zu betreiben, schildert grausame Szenen. Sie selbst sah, wie fünf Menschen bei lebendigem Leibe verscharrt wurden, während sie um Hilfe flehten oder nach ihrer Mutter schrien. Auf die Frage, wieso die Familien das tun, erhalte sie immer wieder dieselben Antworten: Wenn man sie am Leben lasse und in der Familie betreue, zusammen esse und dieselben Dinge benutze, stecke man sich nur an und werde ebenso sterben. Die ungeheure Ungebildetheit und Ignoranz gerade der ländlichen Bevölkerung führt so zu grausamen Vorgängen. Einige Frauen werden schließlich als Hexen verfolgt, gefoltert und getötet, weil man sich die Todesfälle gerade der jungen Bevölkerung nicht anders erklären könne. [Breitbart]



