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Russland: Die Ära der Putinkratie hat begonnen

Die russische Volksseele ist offenbar so elendig verzweifelt auf der Suche nach einem neuen Zaren, dass man sehenden Auges die Ära der Putinkratie eingeläutet hat. Der selbsternannt “einzig wahre Demokrat auf Erden” hat sein Russland wie aus dem politishem Kolchosen-Lehrbuch bestellt und erntet kurz vor dem verfassungsgemäßen Ende seiner zwei Amtszeiten als Präsident die Früchte einer Politik, die ihm auch in Zukunft gewichtigen Einfluss im Staate sichert.

Nach dem Erfolg seiner Partei bei den Duma-Wahlen und der daraus resultierenden Mehrheit im Parlament, hatte Putin gestern mit Dimitri Medwedew einen getreuen Weggefährten und Gazprom-Aufsichtsratschef höchstselbst als seinen Nachfolger und neuen Präsidenten gesalbt - Bestätigung durch das Volk im März 2008 gilt dabei als Formsache, denn Putin wird nicht widersprochen.

Und Medwedew fackelt auch nicht lange: Kurzum erklärt er, seinen Förderer Putin zum neuen Ministerpräsidenten zu machen, sobald er inthronisiert gewählt ist und feiert das als demokratische Kontinuität. Und da Putin kaum zum zweiten Mann taugt, wird sich, sollte es so eintreten, eine Machtverschiebung weg vom Kreml hin zum neuen Ministerpräsidenten ergeben. Denn die Macht ist da wo Putin ist.

Da wirkt es dann schon extrem amüsant, wenn SPD-Außenamts-Staatsminister Gernot Erler jauchzend frohockt, dass es eine erhebliche Wende sei, dass der neue Mann im Kreml mit liberalem, politischem Eigengewicht weder Militär- noch Geheimdienstmeriten habe und somit einen neuen Geist der Zivilität in die russsiche Politik bringe. Das es diese fehlenden Meriten sind, die diesen im Verhältnis zum designierten Ministerpräsidenten Putin schnell zum Leichtgewicht werden lassen können, findet Erler offenbar nicht.

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Verfasser: BreakingNews
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