Blog4Burma: Von “Rambo: Part 4″ und “Unabhängigkeit: Episode II”
Saturday, 19.January 2008 um 22:26 Uhr | Free Burma (Birma/Myanmar), Kopfschüttelnd, Krisenherde, Politik
Schon wieder zwei Wochen seit meinem letzten Überblick zur Situation in Burma, zwei Wochen nach dem 60. Jahrestag der Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Großbritannien, der aber eher einem Volkstrauertag glich. So verweigerten sich die meisten Burmesen der Feierlichkeit des Anlasses. Denn was haben die Burmesen schon zu feiern? Die koloniale Machtausübung ist nach kurzer demokratischer Phase in eine militärdiktatorische Unterdrückung unter den verschiedenen Militärmachthabern gemündet und hat sich in den letzten Jahren nur verschlimmert. Das Land ist von einem der reichsten Wirtschaftsmächte Südostasiens und der Reiskammer des Kontinents zu einem der ärmsten Länder der Welt herabgewirtschaftet worden, bei dem nur die Armut, Kindersterblichkeit und die Drogenproduktion steigt. Und obwohl die Junta das Land seiner Bodenschätze und seiner Menschen berauben kann, bleibt es doch verwunderlich, dass es weder seiner kulturrellen noch spirituellen Reichtümer brandzuschatzen in der Lage ist, wie ein GEO-Slideshow beweist. [GEO via Daburna]
Burma braucht eine neue Unabhängigkeit. Eine zweite Unabhängigkeit, nach der die Bevölkerung spätestens seit den Studentenprotesten von 1988 strebt, ohne einen wirklichen Erfolg zu erringen. 1988 wie 2007 brachten lediglich Phyrrussiege kurzzeitiger Aufmerksamkeit, die allzu teuer und mit zu vielen Menschenleben erkauft wurden.
Kleiner Hinweis: Wem das alles hier zu viel textliche Information ist, dem seien ganz ausdrücklich die aktuellen Einträge meiner B4B-Kollegen bei Daburna.de und Birma News United ans Herz gelegt, die mit interessanten Clips einen sehr guten audio-visuellen Kontrast zu dem textlichen Fakten-Geschiebe hier anbieten!
Ruhe am Unabhängigkeitstag
Das es am Unabhängigkeitstag in Rangun nicht zu einem trotzigen Aufflammen von neuen Protesten kam, war der Präsenz von Sicherheitskräften geschuldet, die in zivil an den neuralgischen Punkten innerhalb der Stadt Posten bezogen hatten. In den Pagoden der örtlichen buddhistischen Tempel waren die Beamten den Mönchen sogar zahlenmäßig überlegen, um jeden kleinen Funken an Aufbegehren im Keim zu ersticken.
Die eingeschüchterte Bevölkerung enthielt sich daher auch, Aufrufen zu einem eintägigen Generalstreik zu folgen. Zu groß die Angst vor neuen Repressalien. Lediglich in einigen Teestuben der Stadt machten Anti-Junta-Flugblätter unter der Hand die Runde, während an Hauswänden und Lichtmasten Aufkleber zu sehen waren, die die Junta-Führung der Lächerlichkeit preisgeben sollten und zum bewaffneten Widerstand aufriefen.
Junta-Chef General Than Shwe hielt sich ebenso zurück und äußerte sich nur in Schriftform zum Jahrestag, indem er sein Ziel der Herstellung einer neuen friedlichen, modernen und entwickelten, disziplinierten Demokratie nach der Sieben-Stufen-Roadmap bekräftigte. Dabei vermied er den Namen des Unabhängigkeitskämpfers Aung San ebenso wie die Erwähnung der Niederschlagung der Proteste vom September. [Newsdeskspecial.co.uk]
Unruhe durch Bomben-Terror
Doch seit dem Unabhängigkeitstag droht eine Serie von Bomben-Anschlägen die bereits gespannte Lage noch weiter zu eskalieren. Erst recht, weil unklar bleibt, wer hinter den Anschlägen steckt. Zwar erklärt die Junta, Beweise für eine Verwicklung der Armee der Bevölkerungsgruppe der Karen zu haben, doch weite Teile der Bevölkerung halten eine Verstrickung der Junta selbst für nicht unwahrscheinlich, um ihre weitere Repressionspolitik auf eine neue Rechtfertigungsgrundlage zu stellen.
Eine erste Explosion hatte sich am Freitagmorgen in einem Waschraum des Bahnhofs der burmesischen Retorten-Hauptstadt Naypyidaw ereignet und eine Frau getötet, die möglicherweise die Attentäterin war. Dies war der erste Anschlag seit einer Serie von Bombenexplosionen im Mai 2005, die elf Todesopfer und 160 Verletzte gefordert hatte und wird gemeinhin als Warnung der oppositionellen Untergrundbewegung interpretiert, die sich unter einer neuen, jungen und militanteren Führung regruppiert haben soll. An den Universitäten des Landes werden unterdessen verstärkte Anti-Regime-Aktivitäten registriert. Auch die 88er-Studentenbewegung, die sich an der Organisation der September-Demonstrationen nicht beteiligt hatte, formiert sich neu und drängt ebenso auf ein militanteres Vorgehen. [Newsdeskspecial.co.uk]
Die zweite Detonation in der Provinzstadt Pyu tötete den mutmaßlichen Bombenattentäter offenbar versehentlich bei dem Versuch, den Sprengsatz in einem vollbesetzten Zirkuszelt zu deponieren - vier Menschen, darunter ein vierjähriges Kind wurden verletzt.
Behörden identifizierten den Mann als Soldaten der “aufständischen” Armee der Karen National Union, die seit 50 Jahren einen Guerilla-Krieg gegen das Regime führen. Das Propagandaorgan der Junta, “New Light of Myanmar”, zeigte Bilder der von der Explosion verstümmelten Leiche des “Terroristen”, der eine angeblich in den USA hergestellten Schusswaffe und Munition bei sich getragen haben soll. Die Zeitung schlußfolgert daraus, es handele sich um einen aus dem Ausland gesteuerten Anschlag. Schon die Anschläge aus dem Mai 2005 sollen der Junta zufolge von der CIA gesteuert worden sein. Die Vertreter der Bevölkerungsgruppe der Karen dementierten eine Verwicklung in das Attentat. Die örtliche Bevölkerung verdächtigt das Regime, nachdem es am Tag vor dem Anschlag ungewöhnliche Truppenbewegungen zur Bewachung einer nahegelegenen Bahnstrecke gegeben hatte, die ansonsten von den Bewohnern selbst geschützt werden muss.
Der dritte Bombenanschlag ereignete sich am letzten Sonntag in der Nähe des Bahnhofs der ehemaligen Haupstadt Rangun und verletzte eine Frau. [Newsdeskspecial.co.uk | Irrawaddy.org]
Eine vierte Explosion tötete am Mittwoch den Fahrer eines Reisebusses, der mit seinen Passagieren aus dem Gebiet der Bevölkerungsgruppe der Karen nach Rangun unterwegs war. Die Detonation in dem Fahrzeug ereignete sich, nachdem die Passagiere auf einem Rastplatz ausgestiegen waren. Noch immer hat sich niemand zur Urheberschaft der Anschläge bekannt. [ko-htike]
Die Junta reagierte inzwischen mit der Verstärkung ihrer Sicherheitskräfte und der Präsenz von Militär an neuralgischen Punkten in Rangun. Bewaffnete Einheiten fahren regelmäßig durch die Straßen, Öffentliche Waschräume und Toiletten wurden zum Teil geschlossen. Gerüchten zufolge sollen weitere Bomben gefunden worden sein. [Irrawaddy.org]
Junta bläst zum “Endspiel für die Minderheiten”
Ob die Anschläge doch im Zusammenhang mit der jüngsten Junta-Offensive gegen ethnische Minderheiten wie die Karen stehen, bleibt im übrigen unklar. Abseits der Verfolgung von Oppositionellen in den urbanen und damit mehr sichtbaren Regionen, wie Rangun, findet in den entlegenen Provinzen der verschiedenen burmesischen Bevölkerungsgruppen ein für die Welt eher unsichtbarer und ungleich härter ausgetragener Kampf um Freiheit, Leben und Menschenrechte statt. Die Brutalität des Regimes werde hier erst richtig ausgelebt, so Hilfsorganisationen. Massenermordnungen von Zivilisten, Vergewaltigungen, Zwangsarbeit und die Vertreibung ganzer Dörfer gehören dort zum Alltag. Der Osten des Landes, an der Grenze zu Thailand ist ein einziges, isoliertes Kriegsgebiet, rund eine halbe Million Menschen wurden in den letzten Jahren vom burmesischen Militär vertrieben. Die kleine, schwach bewaffnete Rebellen-Armee der Karen National Union sieht sich einer Übermacht bis an die Zähne bewaffneter Streitkräfte entgegen, die zum sog. “Endspiel für die Minderheiten” gerüstet sind. In spätestens fünf Jahren soll in dem Gebiet nichts mehr von den Bevölkerungsgruppen übrig sein. Dennoch gilt die Solidarität der Weltöffentlichkeit in erster Linie den Mönchen und Menschen, die in den Städten Opfer der Herrschaftsgewalt wurden. [ABCNews.com]
Telefon- und Internetgebühren werden zum Teil ohne Ankündigungen erhöht
Mit immer neuen Schikanen wird unterdessen die meist urbane Bevölkerung drangsaliert, die noch auf grundlegende Telekommunikationseinrichtungen zurückgreifen können, um zumeist mit Verwandten im Ausland Verbindnung zu halten. Die Regierung erhöhte die Telefongebühren ohne Vorankündigung mitten in der Abrechnungsperiode von umgerechnet einem US-Dollar alle drei Minuten auf 2 US-Dollar pro Minute. Von teureren Rechnungen überrumpelt, sind die Anschlußinhaber dennoch zum bezahlen gezwungen, weil das Militär nicht bezahlte Telefone umgehend konfisziert. Auch die Gebühren für den Internetzugang sollen von umgerechnet einem halben US-Dollar auf 8 US-Dollar pro Stunde steigen. Die Junta wolle der Bevölkerung die Augen und Ohren verschließen, so die Betroffenen. [shanland.org]
Staatssekretär des US-Außenministeriums fordert Ende der Gewaltherrschaft
Vor einer Woche hatte der Staatssekretär im US-Außenministerium R. Nicholas Burns in einer Kolumne für die Washington Post ein Einlenken der Militärmachthaber gefordert. Er rief die Junta dazu auf, die Verfolgung von Mönchen und Oppositionellen sofort einzustellen und einen ernsthaften Dialog mit Oppositionspolitikern und ethnischen Minderheiten zur Herstellung einer echten Demokratie zu beginnen. Man müsse die einzigartige Chance ergreifen, Burma zu Stabilität und Wohlstand zurück zu führen. Burns kritisierte vor allem die Rückschritte im Dialog mit Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi und forderte ihre Freilassung. Die USA würden so lange den Druck auf das Regime erhöhen, bis es zu Zugeständnissen für eine Teilhabe der Bevölkerung an der Macht komme. [Washington Post]
Junta nimmt Gespräche mit Aung San Suu Kyi wieder auf
Ob es nun die Burns-Kolumne war, bleibt wohl auf ewig ungeklärt, doch die Junta hat nur drei Tage nach der Veröffentlichung ihre bislang vollkommen ergebnislosen Gespräche mit Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi nach mehrwöchiger Auszeit wieder aufgenommen. Der zuständige Verbindungsmann der Regierung traf sich zu einem einstündigen Austausch mit der Politikerin. Über den Inhalt des vierten Zusammentreffens seit dem September 2007 wurde nichts bekannt. Dass es auch nur annähernd irgendein Ergebnis zustande gebracht hätte, gilt allerdings als zweifelhaft, da die Junta weiterhin auf der Erfüllung von strikten Vorbedingungen für ernsthafte Verhandlungen mit der Oppositionspartei besteht. [Newsdeskspecial.co.uk]
Die geschäftsführende Führungsspitze der NLD hat die Junta inzwischen ersucht, Aung San Suu Kyi freizulassen oder mit der Friedensnobelpreisträgerin für Beratungen zusammentreffen zu dürfen, solange sie weiter unter Hausarrest steht. Die Treffen sollen der Vorbereitung eines Dialogs mit der Regierung dienen. [abs-cbnnews.com]
Die Opposition braucht Geld, organisiert sich digital
Die Anti-Regime-Aktivisten ringen derweil nicht nur um die Befreiung des Landes, sondern auch um ihre finanzielle Austattung. Zwar bekunde die Weltgemeinschaft ihre Solidarität mit der Opposition, finanzielle Unterstützung für die Freiheitsbewegung werde aber nur begrenzt zur Verfügung gestellt, beklagen Aktivisten. Ihre Arbeit werde noch immer unterschätzt, obgleich es mehrere Nicht-Regierungs-Organisationen gebe, die seit den 90er Jahren Hilfe leisten. Doch keiner habe damit gerechnet, dass es mit den September-Protesten zu einem verstärkten Bedarf kommen würde. Stattdessen hätten die NGOs ihre Spender stets zur Zurückhaltung angehalten, weil sie nicht davon ausgingen, dass die Demokratiebewegung zu einem Erfolg führen könne. Mit der sogenannten “Safran-Revolution” der Mönche und der Niederschlagung durch die Junta seien die Mittel aber schnell aufgebraucht gewesen. Ohne weitere Mittel sei es der Opposition aber unmöglich, einen Machtwechsel zu erreichen. [Irrawaddy.org]
Auch ohne Geld gelingt es dem burmesischen Widerstand wenigstens, sich mehr und mehr zu vernetzen. Ausgerechnet die Junta trägt unabsichtlich einen wesentlichen Teil dazu bei. Während sich die Demonstranten im August und September mangels Kontakten kaum untereinander verständigten, sorgten erst die weitreichenden Inhaftierungen für den Aufbau von Kommunikationsnetzwerken der Junta-Gegner und die Bildung oppositioneller Zellen. Die gemeinsame Inhaftierung in den Gefängnissen war eine riesige vertrauensbildende Maßnahme für die Betroffenen. Schnell wurden neue Kontakte geknüpft, Handy-Nummern und Mail-Addressen ausgetauscht, auf denen noch Wochen später nach den ersten Haft-Entlassungen Netzwerke aufgebaut werden konnten. Der Widerstand formiert sich neben den althergebrachten Kommunikationsmitteln von Boten und toten Briefkästen vor allem digital. SMS und E-Mails, sowie von Handys aufgenommene Photos und Videos organisieren den Widerstand, verbreiten die Botschaften und informieren die Welt über die Geschehnisse in dem isolierten Land. [LA Times]
Warten auf den großen Knall
Durch die neue Vernetzung wächst die Hoffnung, dass es im Laufe diesen Jahres zu einer erfolgreichen Revolution in Burma kommen kann. Einige Aktivisten sehen in dem 20-jährigen Jubiläum der Aufstände aus dem Jahre 1988, beginnend im März, einen idealen Zeitpunkt für den entscheidenden Schlag gegen die Militärherrschaft. Der genaue Zeitpunkt sei noch unklar, aber man erwarte sich aus der Erinnerung an die Vorgänge von vor zwanzig Jahren einen Schub für eine Mobilisierung der Massen. Die hängen jedoch noch immer anderen Vorstellungen über eine Befreiung von der Junta nach: Viele warten noch immer darauf, dass die USA die burmesischen Streitkräfte mit eigenen Militärschlägen von der Macht “weg bomben”. Die Phantasien über eine US-Invasion zur Befreiung Burmas blühen noch immer - auch wenn sie nie Realität werden. [LA Times]
UN-Weltsicherheitsrat ist sehr sehr böse mit der Junta, Gambari wohl nicht vor April in Burma
Der UN-Sicherheitsrat kam am gestrigen Donnerstag zu einer Sitzung hinter verschlossenen Türen zusammen, um erneut über die Lage in Burma zu beraten. Erst kürzlich hatte die National League for Democracy (NLD) in einem Brief an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die Weltgemeinschaft zu “handfesten Maßnahmen” aufgefordert, um das Land endlich zur Demokratie zu führen. Doch die Sitzung blieb ohne das gewünschte Ergebnis. Vielmehr zog sich der Sicherheitsrat darauf zurück, seine Enttäuschung über die mangelnde Entwicklung kund zu tun. Ungefähr so, wie es im Marionetten-Film “Team America” von der Hans-Blix-Puppe gegenüber der Kim-Jong-Il-Puppe erklärt wird:
“… ansonsten werden wir sehr sehr böse mit Ihnen und werden Ihnen einen Brief schreiben, in dem wir Ihnen sagen, dass wir sehr sehr böse mit Ihnen sind….”
Die absolute Handlungsunfähigkeit der UNO unterstreicht die Tatsache, dass der UN-Sondergesandte Ibrahim Gambari seine für Januar anvisierte Reise in das Krisengebiet wohl nicht vor April wird antreten können, da die Junta einen früheren Termin nicht für opportun hält. [Irrawaddy.org | Yahoo!News]
“Rambo to the Rescue”
Wenn am 25.Januar (14.Februar in Deutschland) der neue “Rambo”-Film weltweit in den Kinos startet, werden insbesondere Burmesen in aller Welt gespannt sein, denn die Mission von Vietnam-Veteran und Einzelkämpfer John Rambo, alias Sylvester Stallone, führt aus dem benachbarten Thailand nach Burma. Die Rettungsaktion für westliche Hilfskräfte, die laut Drehbuch von burmesischem Militärs entführt wurden, wird bei den burmesischen Kino-Fans nicht nur aus Unterhaltungsgründen mit besonderer Spannung erwartet. Der Film werde hoffentlich einen neuen Schub geben, die Situation in Burma weiter im Blickpunkt der Welt zu halten.
Hollywood-Star Stallone berichtet in Promotion-Interviews von seinen Erlebnissen am Drehort in Chiang Mai, im Grenzgebiet Thailands. Er habe die Folgen des Bürgerkrieges in Myanmar mit eigenen Augen gesehen: Überlebende Flüchtlinge mit Verletzungen durch Landminen, abgetrennten Beinen und Ohren sowie maden-infizierten Wunden. Es sei der Horror gewesen, das Gebiet ein einziger Höllenschlund, so der Schauspieler. Neben Stallone hatte sich Jim Carrey während der September-Proteste prominent zu Wort gemeldet und in einem Youtube-Film die Freilassung von Aung San Suu Kyi gefordert. Ihnen folgen immer mehr Stars, die sich für das Land engagieren wollen. CSI-Star Eric Szmanda und Star-Trek-Schauspieler Walter Koenig (”Chekov”) besuchten unlängst Karen-Flüchtlingscamps an der thailändischen Grenze. [Irrawaddy.org]
Bunte Bällchen für Burma
Eine farbige Solidaritätsaddresse lieferte am Donnerstag der italienische Künstler Graziano Cecchini an der spanischen Treppe in Rom ab. Als Zeichen der Unterstützung für die burmesische Bevölkerung und insbesondere der Volksgruppe der Karen ließ er 500.000 bunte Kunststoffbällchen zur Freude vieler Touristen die berühmte Treppe hinunterkullern. Die Aktion kostete rund 30.000 US-Dollar, die Bälle wurden größtenteils von der Straßenreinigung entsorgt, die mehrere Stunden für die Aufräumarbeiten benötigten. Cecchini hatte im letzten Jahr für Aufsehen gesorgt, als er das Wasser im römischen Trevi-Brunnen rot färbte. [Irrawaddy.org]
Post Scriptum
Ach ja… ich habe gerade erst gesehen, dass die Olympischen Spiele in Peking justamente am 8.8.08 um 8 Uhr abendlicher Ortszeit eröffnet werden sollen. Die Kommunisten sind damit genauso zahlenmystizistisch veranlagt, wie die burmesische Junta-Führung, die am 8.8.88 die Erschiessung von rund 3.000 Menschen demonstrierenden Menschen veranlasste, die auf dem Höhepunkt der Studentenproteste des Jahres 1988 für ihre Freiheit eingetreten waren. Auf die Eröffnungsgala bin ich gespannt… das schreit ja nun nach spektakulärem Aktionismus. [boston.com]
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22.January 2008 um 02:54 Uhr
[...] ( fiktive ) Junta kommt zweifellos auch die faktische Lage wieder frisch aufs Tapet . ( Irrawaddy , Breaking News ) [...]
04.March 2008 um 16:01 Uhr
Blog4Burma: UN-Sondergesandter Gambari Donnerstag zurück in Burma…
Der UN-Sondergesandte für Myanmar, Ibrahim Gambari, wird überraschend schon am Donnerstag zu einem erneuten Besuch in Burma eintreffen. Er folgt damit einer Einladung der birmesischen Militär-Junta.
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09.November 2008 um 21:59 Uhr
[...] Blog4Burma: Von “Rambo: Part 4? und “Unabhängigkeit: Episode II” [...]