Dalai Lama will in die Höhle des chinesischen Drachen
Friday, 21.March 2008 um 14:37 Uhr | Breaking News, Krisenherde, Politik
Mitten im eskalierenden Konflikt zwischen China und Tibet hat der seit Jahren im Exil lebende Dalai Lama mit einem forschen Schritt auf die kommunistische Führung erneut die mediengerechte Initiative ergriffen. Er bot an, persönlich zu Vier-Augen-Gesprächen mit Präsident Hu Jintao nach Peking zu reisen, um weiteres Blutvergiessen in Tibet zu verhindern.
Fast 50 Jahre nach seiner Flucht nach Indien greift das geistige Oberhaupt der Tibeter damit zu einem außerordentlich symbolträchtigen Mittel der Diplomatie, um die Krise auf friedlichem Wege beizulegen. Sein erster Schritt auf chinesischen Boden seit fast einem halben Jahrhundert könnte den entscheidenden Schritt hin zu einer Lösung markieren, falls die chinesische Regierung sich dadurch nicht in die Ecke gedrängt sieht.
Der Dalai Lama ist sich der riskanten Situation bewußt: Auch wenn ein derartiges Zusammentreffen als besonders heikel erscheinen muss, wäre er sehr erfreut, falls er die Gelegenheit erhalte, mit dem in Tibet berüchtigten ehemaligen Statthalter der chinesischen kommunistischen Partei und heutigem Präsidenten Hu Jintao zu sprechen. Einer kleinen Gruppe Journalisten erklärte der als 14. Inkarnation des Dalai Lama verehrte 73-jährige Geistliche in Dharamsala, dass ein solches Treffen aber in mehrfacher Hinsicht gefährlich sei:
“But as I mentioned earlier, to go to Beijing and meet leaders… that would be big news. Many Tibetans would think… may develop some unrealistic expectations. I have to think very carefully.”
Er sei bereit, innerhalb der kommenden Wochen nach Peking zu reisen, falls es konkrete Anzeichen gäbe, dass die chinesische Staatsführung verhandlungswillig ist und die Proteste in Tibet eingestellt werden können. Allerdings dürfe der Termin nicht für einem bloßen PR-Coup zugunsten des Regimes mißbraucht werden, indem man die Bildberichterstattung gegen ihn verwende. Und von Medienwirksamkeit versteht der durch sein so gewinnendes Wesen auffallende Geistliche eine Menge.
Zu Beginn einer Woche voller scharfer chinesischer Rhetorik hatte die Staatsführung grundsätzliche Bereitschaft für Gespräche signalisiert, falls der Dalai Lama seine ”separatistischen Aktivitäten” aufgebe und sowohl Tibet als auch Taiwan als Teile Chinas anerkenne. Der hat wiederholt betont, keine Unabhängigkeit für Tibet einzufordern, sondern allein auf die Einlösung des Versprechens von Autonomie zu pochen, das die chinesischen Verfassung in Ansätzen beinhalte. [Independent.co.uk]



21.March 2008 um 21:42 Uhr
22 mars 68…
Demain : Mai 68, la révolution en images sur le site de l’INA. Mais c’est quoi ce 22 mars d’il-y-a 40 ans ? J’étais à Grenoble et ne savais pas encore que mai approchait, même si l’on sentait bien que ce jour …