ObamaDeathWatch: Behörde nimmt bizarren Neo-Nazi-Attentatsplan ernst
Monday, 27.October 2008 um 23:43 Uhr | Breaking News, Kopfschüttelnd, Politik, Polizeimeldungen, USA
Nach den Eilmeldungen über einen vereitelten Attentatsplan gegen den demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama hat der Internetdienst “The Smoking Gun” die einem US-Bundesgericht vorgelegte Strafanzeige gegen die beiden mutmaßlichen Täter veröffentlicht. Nach Aussage des zuständigen Ermittlungsbeamten des ATF haben Daniel Cowart und Paul Schlesselman weitgehend eingeräumt, die ihnen vorgeworfenen strafbaren Handlungen geplant zu haben. Die Anzeige lautet auf Besitz einer nicht-registrierten Waffe, Bedrohung eines Präsidentschaftskandidaten und Verabredung zum Diebstahl von Waffen aus einem lizensierten Waffengeschäft.
In ihren Aussagen erklärten die beiden 20 und 18 Jahre alten Männer, sich vor etwa einem Monat im Internet kennengelernt zu haben. Beide seien bekennende Neo-Nazis bzw. Sympathisanten der ”White Supremacists”. Sie hätten über eine “Mord-Tour” mit 88 erschossenen und 14 enthaupteten Menschen schwarzer Hautfarbe gesprochen. Mit Überfällen auf Privathäuser sollte die dazu benötigte Ausrüstung finanziert werden, ein Überfall auf ein Waffengeschäft sollte die erforderliche Munition und Bewaffnung sicherstellen. Fotos und Skizzen eines bestimmten Geschäfts seien ausgetauscht worden. Schlesselman war im Besitz einer nicht-registrierten, abgesägten Schrotflinte sowie eines .357er Revolvers seines Vaters, Cowart hatte neben einem Gewehr eine Kaliber .22 und eine Kaliber .25 Handfeuerwaffe, die er von seinem Großvater gestohlen hatte.
In Tennessee trafen die beiden schließlich zusammen um letzte Details zu besprechen und die Taten schließlich auszuführen. Zunächst sollte eine örtliche Schule das Ziel sein und der mörderische Weg anschließend durch mehrere US-Bundesstaaten führen. Als finaler Akt sollte die Erschießung Barack Obamas regelrecht zelebriert werden: Gekleidet in weißen Smokings und mit Zylindern auf den Köpfen wollten sie ihr Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit auf den Präsidentschaftkandidaten zu steuern und dabei aus den Fenster mit zwei Gewehren auf ihn schießen. Ihnen sei bewußt gewesen, dass sie dabei getötet werden könnten und seien dazu bereit gewesen.
Ein erster Raubüberfall zur Finanzierung der Aktion scheiterte kläglich. Stattdessen habe man in den frühen Morgenstunden auf eine Kirche geschossen. Später habe man sich weiter über den Attentatsplan unterhalten und mit Kreide rechte Parolen und Hakenkreuze auf das eigene Fahrzeug geschrieben, bevor sie deswegen schließlich festgenomen worden seien. [msnbc.com | SpiegelOnline]


