Ich bin übers Wochenende tot…
Saturday, 08.November 2008 um 22:54 Uhr | Allgemein, Kopfschüttelnd, NHQ intern
Telekommunikation ist Fluch und Segen zugleich… heutzutage ist man immer irgendwie erreichbar – jedenfalls nehmen wir das gerne an, wenn denn derjenige, dem man etwas mitteilen möchte ein Handy und einen Festnetzanschluß hat. Nun ist vor der kommunikativen Glückseligkeit Selbstverständlicheit aber noch der Mensch, dem diese beiden Kanäle gehören.
Ich telefoniere über beide so gut wie nie, und mein 15Euro-Prepaid-Guthaben hält locker 2 bis 3 Monate, nachdem meine wilden SMS-Zeiten vorbei sind. Ich habe mich nie zum Sklaven des Mobilfunks gemacht und jeder, der mich kennt, weiß das. Diese “telekommunikatorische Seklusion” äußert sich u.a. auch darin, dass ein leerer Handy-Akku auch schonmal zwei, drei Tage leer bleibt – insbesondere in Richtung Wochenende. Wenn irgendetwas wichtiges ist, übers Festnetz bin ich ja immer erreichbar – und soviel wichtiges war bisher nie.
Dumm nur, wenn die Leitung ohne meine Wissen nicht funktioniert und das vollaufgeladene schnurlose Telefon in Griffweite keinen Pieps von sich gibt, obwohl liebe Menschen mehrfach versuchen, einen zu erreichen und ein Freizeichen vernehmen. Dumm nur, wenn dann das akkuleere Handy nur an die Mobilbox verweist und das mehrere Tage lang.
So kam es, dass sich meine Familie vollkommen unnötige Sorgen machte und in der Vorstellung meines vorzeitigen Ablebens schließlich die Polizei alarmierte, die heute Abend dann auch vor der Tür stand. Dass ich mehrfaches Klingeln wegen zweier Ohrstöpsel zunächst nicht vernehme, mit denen ich übers Internet (Ja DIE Leitung funzt noch!) US-Nachrichten-TV verfolge und erst merke, als die Polizeibeamten gegen meine Wohnungstür hämmern, passt zu diesem Szenario wie die Faust aufs Auge.
Als ich dann total baff die Wohnungstür öffne, während die Beamten wahrscheinlich schon überlegten, wer den Schlüsseldienst und Notarzt/Kriminaldauerdienst/Rechtsmedizin ruft, hat mir die schöne neue Telekommunikationswelt einen ruhigen Abend versaut – denn ich zittere immernoch, nachdem ich meine Familie angerufen habe – mit einem Handy, dass nun an der Steckdose steckt.
An dieser Stelle einen Dank an die hiesige Polizei und die beiden Beamten, denen ich wenigstens ein positives Einsatzende bescheren konnte. Ich weiß ja selber aus meiner Kiel211-Arbeit nur zu gut, dass sie allzu oft die ersten sind, die bei eben solchen Einsätzen wirklich schlimme Sachen miterleben müssen.




09.November 2008 um 15:34 Uhr
Mensch Rüdiger, da hast Du ja einen schönen Schrecken verursacht. Zum Glück ist alles in Ordnung und man kann sich über die Geschichte schon wieder amüsieren.
Willkommen zurück unter den Lebenden.
PS Ich hätte zu gerne Dein Gesicht beim Öffnen der Wohnungstür gesehen.
PPS Noch lieber hätte ich Dein Gesicht geshen, wenn die Cops in bester Hollywood-Manier Deine Wohnungstür eingetreten hätten.
09.November 2008 um 16:33 Uhr
Alter, wahrscheinlich hätte ich dann tatsächlich nen Herzinfarkt gekriegt *kopfschüttel* Stehe aber immer noch etwas unter dem Eindruck, insbesondere der Reaktion meiner Mum…
Ich will nicht derjenige sein, der mir spätestens morgen bei der Störungsannahme der Doofkom am Rohr hängt, wahrscheinlich wird der/diejenige einiges abkriegen… die jeweilige arme Sau *fg*
10.November 2008 um 15:47 Uhr
Wir sind es gewohnt, ständig in Kontakt miteinander zu sein. Schon faszinierend wieviel Wirbel eine kleine Störung verursachen kann…
Zum Glück hat die Polizei nicht Tür eingetreten ^^
Gruß
Thorsten
10.November 2008 um 16:32 Uhr
Jepp, das wäre doch extrem ärgerlich gewesen… denn ich hatte nicht aufgeräumt *lach*