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Unfallbeteiligte stirbt an Kopfverletzungen

Dieter Althaus, ein Todesfall, ein Helm und die Kennedys

“Haste Althaus-Kennedy schon gebloggt?”

Messages wie diese von meinem Lauf-Groupies-Blog-Kollegen Hotte am späten Abend erreichen mich ab und zu und zeugen von einer gewissen Erwartungshaltung der (Stamm-)Leserschaft an dieses Blog, das mich ehrt und dem – soweit zeitlich möglich – auch gern entsprochen wird.

Im konkreten Fall geht es also um den schweren Ski-Unfall von Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus, der bei einem Ski-Urlaub auf einer Abfahrt eine schwarze Piste befuhr und an einer Kreuzung mit einer anderen Piste so schwer frontal mit einer Frau zusammenstieß, dass diese ihren Kopfverletzungen erlag noch bevor sie das Krankenhaus erreichte. Althaus zog sich ebenfalls ein schweres Schädel-Hirn-Trauma zu und verlor nach Einsetzen einer Hirnblutung noch während des Rettungsfluges das Bewußtsein. Zum Zeitpunkt dieses Eintrags habe keine Lebensgefahr bestanden, auch wenn er in ein künstliches Koma versetzt wurde – gute Besserung! Der Helm, den Althaus offenbar trug, verschonte den CDU-Politiker vor einem schnellen Tod, heißt es.

Helme können Leben retten, auch auf der Skipiste. Zwar oft auch nur um den Preis einer hirngeschädigten und/oder querschnittsgelähmten pflegebedürftig-sabbernden Existenz, aber für manchen doch besser, als an einem Hang in den Alpen den Tod zu finden, weil der eigene Schädel nach einem Frontalzusammenstoß mit nem 17-jährigen besoffenen tempo-verliebten Hormon auf zwei Beinen zu Brei zermatscht ist.
In meiner Jugend hätten wir nicht im Traum dran gedacht, auf der Piste einen Helm aufzuziehen – wir hatten noch nichtmal unsere Mützen auf – ein Akt der pubertären Revolte gegen unsere Mütter… und weiß Gott ich hätte fast einen Helm nötig gehabt, als dieser Flachländler während eines Schul-Ski-Ausfluges die Kontrolle über seine nicht gut beherrschten Latten verlor und mitten in einen Imbiß voller Ski-Enthusiasten bretterte, die vor der nächsten Auffahrt noch schnell ein Würstchen (Vielleicht gar eine Thüringer???) einschoben. Daher gilt auch ohne eine gesetzlich normierte Helmpflicht: “Hirn trägt Helm!”

         
      
Der Kennedy-Zusammenhang      

Und wer nun denkt: “Wieso denn aber der Kennedy-Zusammenhang, Althaus sei doch keinem Attentat zum Opfer gefallen, wie JFK oder RFK?”, kennt nicht die ganze Familiengeschichte: 

Michael Kennedy, Sohn von Robert F. ohne eigene politische Ambitionen, verstarb 1997 bei einem Ski-Unfall in Aspen. Er fuhr gegen einen Baum, während er mit Begleitern auf Skiern Football spielte. Kennedy filmte angeblich die Aktivitäten und trug keinen Helm.

Senator Edward “Teddy” Kennedy – unlängst an einem schweren Hirntumor erkrankt – war zu Beginn einer jungen aufstrebenden politischen Karriere selbst in eine Unfalltragödie verwickelt, bei der er den Tod einer Frau verursachte, als er mit ihr in seinem Wagen in einen Kanal stürzte. Kennedy konnte sich aus dem Fahrzeug befreien, die Frau ertrank.

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Verfasser: BreakingNews
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• 5 Kommentare »

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5 Responses to “ Dieter Althaus, ein Todesfall, ein Helm und die Kennedys ”

  1. # 1 StoiBär Says:

    Am 27.12. waren wir auch bei skifahren und haben einen von der Piste gekratzt, der ohne Helm unterwegs war. Zwar hat der sich nur eine Gehirnerschütterung und eine kleine Platzwunde an der Nase gehabt, aber sein Kumpel der dabei war (auch ohne Helm) meinte dann nur: “Ich glaub jetzt wirds auch mal Zeit für einen Helm”.

    Wir waren da in der Schweiz unterwegs. Die fahren alle mit Helm. Lediglich ein paar Deutsche und ein par Schönlinge aus Italien waren noch ohne unterwegs.

  2. # 2 BreakingNews Says:

    Ja, das mit der Helmpflicht wird ja überall etwas unterschiedlich gehandhabt.

    Selbst der deutsche Ski-Verband ist da ja nen bisschen schizo und weist zum einen auf die Sicherheit hin und propagiert Helme (von Sponsoren-Partnern), hält sich aber vornehm zurück, sobald es um eine entsprechende Verpflichtung geht, für die man ja nun der beste Lobbyist wäre. Aber wenn denn selbst Todesopfer nicht helfen….

  3. # 3 Hotte Says:

    Abfahrt scheint ja wirklich ziemlich gefährlich zu sein. Mir blieb das erspart, weil ich bei den Ausflügen in den Loipen des Harzes noch old-school von dem Wunsch befreit wurde, jemals wieder Ski zu fahren.
    Wenn ich aber an die berühmten Heimflüge des ADAC Medi-Plane vor allem zu unseren holländischen Nachbarn denke, würde ich mich auch nicht ohne Helm auf die Piste trauen.
    Ein Kennedy-Zusammenhang zeigt sich übrigens auch im Vergleich mit Michael, dem Sohn von Robert. Er fuhr 1997 in Aspen (Colorado) angeblich rückwärts gegen eine Birke und starb an den Kopfverletzungen. Ob ein Helm ihn geschützt hätte, ist aber nicht erwiesen.
    Von hier aus gute Besserung an Hrn A.

  4. # 4 BreakingNews Says:

    Stimmt, den Sohn hatte ich gar nicht mehr auf der Rechnung… aber die Familie hat auch schon zuviele Leute verloren…

  5. # 5 tommybonn2000 Says:

    Es ist ein Skandal das die Ermittler immer noch “rätselten”.Ich denke das die ganze Sache vertuscht werden soll. Dabei ist vollkommen klar, was geschah: Einerseits hat Althausens Beschützer erklärt, er hätte Althaus nicht folgen können, ein durchtrainierter Sportler. Was beweist, das Althaus übermässig schnell unterwegs gewesen sein muss. Es ist allererste Pflicht jedes Personenschützers die Person, die er schützen soll, nicht aus den Augen zu verlieren (oder aber die Beschützer lügen, was allerdings ein noch größerer Beweis für die Schuld von Althaus wäre, denn warum sollten die Beschützer denn lügen, wenn er es nicht Schuld wäre). Andererseits zeigt ein Foto vom Tötungsplatz, dass Althaus hinter einem Sicherungszaun zugeschlagen hat. Er ist also in ein Gebiet gerast, das eigens zum Schutz vor Leuten wie ihm eingerichtet wurde!!! Aber vermutlich wird man uns das als tragischen Unfall ohne Schuldigen verkaufen…. Aber wehe es wäre umgekehrt gewesen…

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