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Gegen Tabletten entschieden

Finanzkrisen-Suizid: Ratiopharm-Milliardär Adolf Merckle wirft sich vor Zug

In einem spektakulären Finanzkrisen-Selbstmord hat sich Unternehmer Adolf Merckle (Ratiopharm, HeidelbergCement) offenbar am Abend des 5. Januar 2009 das Leben genommen, in dem er sich von einen fahrenden Zug überfahren ließ. Die Polizei geht davon aus, dass er sich auf die Gleise legte. Die Leiche war am Abend von einem Bahnmitarbeiter gefunden und zunächst nicht identifiziert worden. Erst später habe sich herausgestellt, dass es sich um Merckle handelte. Ein DNA-Abgleich soll letzte Gewissheit bringen.

Der 74-jährige Milliardär hinterließ einen Abschiedsbrief. Die Familie bestätigte laut “Welt” mittlerweile, “dass die wirtschaftliche Notlage durch die Finanzkrise zum Freitod des Unternehmers geführt habe”:

“Die durch die Finanzkrise verursachte wirtschaftliche Notlage seiner Firmen und die damit verbundenen Unsicherheiten den letzten Wochen sowie die Ohnmacht, nicht mehr handeln zu können, haben den leidenschaftlichen Familienunternehmer gebrochen, und er hat sein Leben beendet.“ [Welt.de]

Merckles Firmen-Imperium war durch die Finanzkrise und nach hohen Verlusten bei Spekulationen mit VW-Aktien ins Taumeln geraten und benötigte eine kurzfristige Überbrückungsfinanzierung von 400 Mio. Euro bei einem weit höher prognostizierten mittelfristigen Finanzbedarf. Verhandlungen für einen ersten entsprechenden Kredit sollen kurz vor dem Abschluß stehen.

Merckle, bislang nie groß in der Wirtschaftspresse in Erscheinung getreten, war erst in den letzten Wochen prominent ins Licht der Berichterstattung geraten, nachdem bekannt wurde, dass er bei Spekulationsgeschäften mit VW-Aktien mutmaßlich bis zu einer Milliarde Euro verloren hatte. [SpiegelOnline | Bild.de]

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Verfasser: BreakingNews
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5 Responses to “ Finanzkrisen-Suizid: Ratiopharm-Milliardär Adolf Merckle wirft sich vor Zug ”

  1. # 1 Hotte Says:

    Das ist echt ein Hammer. Wer weiss, was da wirklich in den Büchern steht, dass er sich gleich umbringt. Die HeidelbergCement Aktie ging jedenfalls erst mal in die Knie nach der Meldung. Vielleicht hätte er auch lieber die Zocker aus dem Porsche-Vorstand, die mit ihren “neu-deutschen” Methoden die Börsianer das Fürchten lehrten, auf die Gleise legen sollen. Schade, es war wirklich spannend zu sehen, dass auch gestandene Unternehmer sich verspekulieren. Und es wäre interessant zu sehen, wie er da wieder herauskommen wollte.

  2. # 2 BreakingNews Says:

    Ist schwer nachzuvollziehen… Sicher, das Familienbaby so blöde an die Wand zu fahren ist peinlich für son Millardärs-Ego. Ist sicher auch nicht angenehm, wenn man sich vorstellt, dass an ner Pleite so nen paar Tausend Angestellten-Familien dranhängen. Aber Hilfe war doch unterwegs, und wenn er sich dann aus der Sache zurückgezogen hätte, wär sicher noch immer genug Geld für ihn übrig gewesen, damit er noch 10-20 Jahre gut leben hätte können…

    Mit ratiopharm-Beruhigungsmitteln hat er es dann aber wohl nicht übers Herz gebracht. Unschön auch für die Familie, so mit Zug….

  3. # 3 Cornelius H. Says:

    Ja, es wird Filmtauglich. Die vielzitierte Krise sammelt nun auch erste prominente Opfer…Mir war nur kurz etwas unwohl, immerhin hab ich vor Merckle noch niemandem ganze zwei Posts gewidmet und dann trifft er die Deutsche Bahn…

    Grüße aus HH

  4. # 4 BreakingNews Says:

    Sag das nicht laut, vielleicht verwendet es die Familie gegen Dich – wenn man so liest war der alte Merckle schnell mit Klagen bei der Hand. Dann heisst es nur noch: “Wie ich arm wurde” ;-)

  5. # 5 Der Merckle-Suizid - Weder Finanzkrise geschuldet, noch Tragödie | NEWS HQ Says:

    [...] Schnell sind Worte wie “Drama” und “Tragödie” oder Sätze wie “das tragische Ende seines Kampfes um sein Lebenswerk” bei der Hand gewesen, als die deutschen Medien vom Suizid des Unternehmers Adolf Merckle (ratiopharm, HeidelbergCement) berichteten und den offensichtlichen Zusammenhang zur Finanzkrise und den Fehlspekulationen Merckles herstellten. Auch ich habe an früherer Stelle den Eindruck erweckt, der Selbstmord sei der Finanzkrise geschuldet. [...]

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