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Krude Theorie oder belegbarer Verdacht?

Die Mannichl-Verschwörung, frei nach der “Sueddeutschen”

Der Fall des Messer-Attentats auf den Passauer Polizeichef Alois Mannichl, polizeiliche Ermittlungs-Klopse, die es ziemlich sicher gegeben hat, vier SZ-Autoren, eine Menge “Hätte”, “Sollte”, “Könnte” und schwupps hat man die “Mannichl-Verschwörung”, die, wenn man der SZ glauben darf – und wer tut das nicht – in ihrer Bedeutung nur kurz hinter Watergate anzusiedeln sein muss:

“Fragen von großer Brisanz, die, falls sie von der Sonderkommission des bayerischen Landeskriminalamts nicht beantwortet werden, zu schweren politischen Verwerfungen führen können. Erfahrene Ermittler sagen: “Irgendetwas passt da nicht zusammen.” [sueddeutsche.de via law blog]

War es kein rechtsradikaler Mörder, wie Mannichl – der einzige Zeuge – ausgesagt hat? Kein 1.90m Skinhead, der sein Opfer an der Haustür mit den Worten ”Schöne Grüße vom nationalen Widerstand. Du trampelst nicht mehr auf den Gräbern unserer Kameraden herum.” abstach? Kommt der Täter vielleicht sogar aus dem privaten, gar familiären Umfeld? Alles Anspielungen, die die SZ da mehr oder minder subtil unters Volk wirft.

Wenn man in deutschen Gerichtssälen eines lernt, ist es, dass so ziemlich jede gewillkürte Verkettung von Indizien, Vermutungen und Spekulationen zu einer ent- oder belastenden Theorie geschmiedet werden kann. Worauf die SZ aber mit dem Artikel konkret hinaus will, außer auf eine Auflagensteigerung durch Verschwörungstheoretiker und jedem Staatlichen grundsätzlich ablehnend-mißtrauend Gegenüberstehenden, muss mir mal jemand erklären.

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Verfasser: BreakingNews
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