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Nach 8 "Oscars"

Ausbeutung der “Slumdog”-Kinderstars? Von Hollywood herumgereicht, vom Vater geschlagen

Über Nacht sind die Kinderstars des Kinofilms “Slumdog Millionaire” berühmt geworden: Aus den Slums Mumbais (ehem. Bombay) auf den roten Teppich der “Oscar”-Verleihung, wo der Film insgesamt 8 Trophäen absahnte. Mit Smoking und Abendkleid in Kindergröße ausstaffiert, durften Azharuddin Mohammed Ismail und Rubina Ali in Begleitung von Regisseur Danny Boyle sogar auf die Bühne und wurden schließlich auch auf diversen After-Show-Partys als goldige Accessoires herumgezeigt.

Boyle, wie der Produzent des Films, Christian Colson, hatten stets bestritten, dass die Kinder ausgebeutet würden. Während der Film bei einem Budget von 15 Mio. Dollar bislang bereits über 100 Mio. Dollar einspielte, seien die Kinder weit über dem indischen Durchschnittslohn bezahlt worden, erhalten nun eine schulische Ausbildung, die von einem Treuhandvermögen bezahlt wird, der auch für Gesundheitsvorsorge und grundlegende Lebenshaltungskosten aufkommt. Das Filmstudio hatte Visas, Reisekosten und Unterbringung für insgesamt neun zu den Oscars eingeladenen Kindern bezahlt.

Nun kehrten die beiden Kinder-Stars nach einer Woche in den USA in die indischen Slums zurück aus denen sie kamen. Wie Helden gefeiert, wird die bessere Müllhalde, auf der sie mit ihren Eltern leben plötzlich von jeder Menge Fans und einer Horde Fernsehcrews belagert. Der Ausnahmezustand bleibt nicht ohne Folgen: Weil der Vater den plötzlichen Ruhm seines Sohnes Azharuddin auszuschlachten sucht und ihn einer Trophäe gleich den jubelnden Massen präsentieren will, der Sohn vom Jetlag und den Eindrücken einer turbulenten Woche erschöpft aber nicht weiter vor die Kameras gezerrt werden will, kommt es schließlich zu väterlichen Schlägen gegen den Sohn – von Journalisten festgehalten. Hollywood ist plötzlich wieder weit entfernt…

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Verfasser: BreakingNews
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