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Unwürdige Posse

Bestechungs-Schmierentheater um THW Kiel wird von “Ehrenwort” gekrönt

Auf der Bühne der Handball Champions League wird mit den Darstellern von THW Kiel, Rhein Neckar Löwen, der SG-Flenbsurg-Handewitt als Statisten und Noka Serdarusic in einer unrühmlichen Nebenrolle zur Zeit die Aufführung eines solch billigen Schmierentheaters geprobt, dass man sich nun nur noch fragen muss, wo der Sex bleibt. Lügen oder Wahrheit, Schmutzkampagne oder Aufklärung – die Grenzen verschwimmen in einer trüben Suppe aus Vorwürfen, Gerüchten und Kolportagen, die den THW Kiel an den Pranger stellen. Geklärt ist nichts, gemutmaßt alles. Und wird nun sogar von einem “Ehrenwort” aus Kiel gekrönt. Die erste Krisensitzung des Liga-Verbandes HBL hatte keine belastenden Erkenntnisse gebracht.

“An den Vorwürfen ist nichts dran. Der THW hat keine Spiele manipuliert. Ich bin froh, wenn diese Geschichte zu den Akten gelegt werden kann”, wird THW-Manager Uwe Schwenker nach dem Treffen zitiert. Ob die Vorwürfe damit tatsächlich “vom Tisch” sind, wie die “Kieler Nachrichten” frohlocken, bleibt abzuwarten – denn Schmierentheater geben sich meist nicht mit einem Akt zufrieden. Ganz besonders dann nicht, wenn der Begriff “Ehrenwort” fällt – der Fall Uwe Barschel ist in Kiel noch immer in unguter Erinnerung. Der Auslöser der ganzen Geschichte, “Rhein Neckar Löwen”-Beiratsvorsitzender Mathei erklärte, “die von Schwenker geforderte Erklärung sei lückenlos geliefert worden. Er, Mathei, habe das “sportliche Ehrenwort” Schwenkers angenommen.” [KN-Online.de]
Die Manipulationsvorwürfe waren von Matheis in einem Brief an Schwenker erhoben worden: “Ich hatte Gerüchte gehört und in dem Brief an Schwenker Fragen gestellt. Meine Fragen sind heute beantwortet worden. Damit gebe ich mich zufrieden”. [shz.de]


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Der ursprüngliche Bestechungsvorwurf zum CL-Finale gegen die SG-Flensburg-Handewitt gegen den THW Kiel war gestern ausgeweitet worden. Der Verein solle seit 2000 systematisch internationale Spiele manipuliert haben. THW-Manager Uwe Schwenker konnte gar nichts anderes tun, als diesen Vorwurf zurückzuweisen – zumal dieser offenbar durch kein Stück Papier, keine Aussage oder ein sonstiges Indiz gestützt werden kann. Weder die Staatsanwaltschaft Berlin, noch die Staatsanwaltschaft Kiel haben eine Anzeige zur Sache vorliegen. Das Noka Sedarusic angeblich seine Hand im Spiel habe, ist ebenso unbelegt. [shz.de]

Manfred Werner, Aufsichtsratsvorsitzender der Handball-Bundesliga (HBL) und Gesellschafter ausgerechnet der SG-Flensburg Handewitt hatte darüber hinaus behauptet, dass die angebliche Verwicklung in die Bestechungsfälle den früheren Kieler Erfolgscoach Serdarusic seinen neuen Job bei Kiels Liga-Konkurrenten Rhein-Neckar Löwen gekostet habe: “Als die Löwen erfuhren, dass Kieler Spiele manipuliert gewesen sein sollen, haben sie sich gefragt, ob sie für die kommende Spielzeit den richtigen Trainer haben”. Die Auflösung des Vertrages sei die Folge  gewesen. Die Löwen widersprachen jedoch dieser Darstellung. Vielmehr sei Sedarusic dem Verein mit seinem Rückzug zuvorgekommen, erklärte Löwen-Manager Thorsten Storm. [shz.de]

Der Europäische Handball-Verband (EHF), rührte sich bisher nicht, weil es keinen Anlaß für Ermittlungen gebe: “Uns liegt in keiner Weise etwas vor. Für uns ist es im Moment offiziell kein Fall”, sagte Markus Glaser, EHF-Spielleiter für die Europacup-Wettbewerbe. [SpiegelOnline]

Selbst beim mutmaßlichen Opfer, der SG-Flensburg-Handewitt, waren Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Vorwürfe offen ausgesprochen worden. Möglicherweise ist das was bleibt: Eine zerstörte Glaubwürdigkeit des THW Kiel, des deutschen und des europäischen Handballs. Schwenkers Ehrenwort in allen Ehren…

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Verfasser: BreakingNews
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