Michelle Obama ohne Berührungsangst
Wer ist hier “Hugger-in-Chief”? Auf anti-protokollarischer Tuchfühlung mit der Queen
Thursday, 02.April 2009 um 11:16 Uhr | Medien, Politik, USA, Vermischtes
Die Hysterie um den weitreichenden Obama-Kult stößt möglicherweise langsam an gewisse Grenzen. Selbst manchem Amerikaner ist die Vergötterung von Barack und Michelle Obama mittlerweile zu viel. Da kommt es nur recht, dass man sich im Rahmen des G20-Treffens an gewissen protokollarischen Patzern abarbeiten kann.
Das First Lady Michelle Obama trotz ihres überkommenen Status als neue Jackie Kennedy keine Berührungsängste kennt, hat sie bereits mehrfach beim einfachen Volk unter Beweis gestellt – doch Washingtoner Suppenküchen für Obdachlose und Kindergärten sind eine andere Nummer als ein Staatsbesuch bei Queen Elizabeth II. Schreibt das königliche Protokoll vor, dass die Monarchin um Himmels willen nicht angefasst werden darf, ist die allzu förmliche Distanz wohl nicht das Ding der Michelle O.
Sie sei “Hugger-in-Chief” – Oberumarmerin, in Anspielung auf den Titel des US-Präsidenten als Commander-in-Chief – schrieb die Sueddeutsche unlängst, und schrieb ihr damit einen Titel zu, den die US-Medien eigentlich Barack Obama zuerkannt hatten [CBS News Video | Newsbusters.org Wortlaut]. Einigen wir uns darauf, das beide keine Scheu vor körperlicher Nähe haben.
Den Titel “Hugger-in-Chief” durfte aber schon vorher George Bush für sich in Anspruch nehmen. Der “Godfather of Presidential Hugs”, Bill Clinton hatte sich den Titel wohl am schwersten erarbeitet.



