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"Rücktritt" bringt keine Klarheit in Manipulationsaffäre

THW Kiel: Trennung von Schwenker trotz Mangel an Beweisen

In einer butterweichen, die Vorwürfe wegen Spielmanipulationen ausdrücklich als Beweggrund ausklammernden, Presseerklärung hat der THW Kiel heute die Trennung von Manager Uwe Schwenker bekanntgegeben. Das Arbeitsverhältnis werde einvernehmlich zum 30. Juni 2009 beendet, Schwenker lege sein Amt als Geschäftsführer aber mit sofortiger Wirkung nieder.

Auch nach Einsicht in die Ermittlungsakten sehe der Verein keine belastbaren Beweise gegen Schwenker. Die Trenung erfolge, um “den überragenden sportlichen Erfolg der Mannschaft des THW Kiel nicht zu gefährden und den Verein vor weiterem Schaden zu bewahren.” [Pressemitteilung THW Kiel]

Damit widersprach der Verein anderslautenden Meldungen mehrerer Medien, die sehr wohl von einem Zusammenhang zwischen den strafrechtlichen Vorwürfen gegen Schwenker und seiner Demission berichtet hatten.

Schwenker hat also nichts gemacht, muss aber trotzdem gehen. Warum ohne ihn am Ruder aber weiterer Schaden für den THW Kiel ausbleiben soll, erscheint doch eher fragwürdig.

Auf der Pressekonferenz am Dienstag bestätigte der Verein allerdings, dass es “Unregelmäßigkeiten in der Buchführung” des THW gegeben habe. Insgesamt 152.000 Euro seien nicht ordnungsgemäß durch die Buchhaltung gegangen. Beweise für Geldzahlungen an Schiedsrichter gebe es aber nicht. [KN-Online | SpiegelOnline]

Und wie es dann immer so ist, ergab die Halbfinal-Auslosung der EHF Champions League ausgerechnet die Partie THW Kiel gegen Rhein-Neckar Löwen und damit den Verein als Zebra-Gegner, der an der Aufdeckung der Manipulationsvorwürfe nicht unwesentlich beteiligt war.

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Verfasser: BreakingNews
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