61-jähriger Opfer eines Verbrechens
Kiel211: Sollte Tötungsdelikt durch Wohnungsbrand vertuscht werden?
Tuesday, 12.May 2009 um 18:39 Uhr | Kiel211, Polizeimeldungen, Rechtsprechung
Was am späten Montagabend in dem Mehrfamilienhaus an der Ecke Heischstraße und Bielenbergstraße als Wohnungsbrand begann, entpuppt sich nun als Fall für die Kieler Mordkommission. Die Kripo ermittelt mittlerweile wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts, nachdem Einsatzkräfte der Feuerwehr in der ausgebrannten Wohnung die Leiche des 61-jährigen Wohnungsinhabers fanden, der offenbar nicht an den Folgen des Brandes, sondern aufgrund von Verletzungen verstarb, die durch eine Tötungshandlung herbeigeführt wurden.
Beamte der Spurensicherung waren auch heute Nachmittag noch vor Ort, um in der Erdgeschosswohnung in dem Mehrfamilienhaus nach Spuren zu suchen, die einen möglichen Täter überführen können. Ein Spürhund erkundete die Umgebung des Wohnblocks, während sich der zuständige Staatsanwalt von Beamten der Mordkommission ins Bild setzen ließ.
Eine Nachbarin schilderte, wie eine erhebliche Rauchentwicklung am gestrigen Abend zu dem Feuerwehreinsatz führte. Eine Freundin, die direkt gegenüber der betroffenen Wohnung lebt, habe sie angerufen und geschildert, aufgrund der Löscharbeiten nicht aus ihrem Haus zu können. Bei dem Todesopfer habe es sich um einen älteren, arbeitslosen Mann sizilianischer Abstammung gehandelt, der ihr erst kürzlich das bei einem Sturz beschädigte Fahrrad repariert habe. Sie habe gesehen, wie er schließlich aus dem Haus getragen worden sei.
Die Polizei identifizierte den Mann zwischenzeitlich als Guiseppe M. und hofft durch Hinweise aus der Bevölkerung näheres zum Tathergang und zum Motiv zu erfahren: Wer kann Angaben zum Tatgeschehen in den Nachmittags- oder Abendstunden des 11. Mai machen, wer hat verdächtige Beobachtungen gemacht? Wer kannte das Opfer und hatte in letzter Zeit Kontakt zu ihm?
Hinweise erbittet die Kriminalpolizei unter der Rufnummer 0431 – 160 3333 oder über den Polizeiruf 110.
[KN-Online]




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