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Friedensnobelpreisträgerin bleibt weiter inhaftiert

Blog4Burma: Aung San Suu Kyi muss weitere 18 Monate in Hausarrest verbleiben

Die seit fast 14 Jahren inhaftierte Oppositionsführerin des von einer Militärdiktatur beherrschten Burmas/Myanmars, Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, wird weitere 18 Monate unter Hausarrest gestellt. Suu Kyi war nach einer wochenlangen Gerichtsverhandlung im berüchtigten Insein-Gefängnis zunächst zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt worden, nachdem sie von einem Sondertribunal wegen Bruchs ihres Hausarrestes, Schutz eines Kriminellen und Störung der Stabilität des Staates angeklagt worden war. Mit ihr waren ihre beiden Hausangestellten, ihr Leibarzt sowie ein amerikanischer Staatsbürger angeklagt, der Anfang Mai in das Haus der Oppositionsführerin eingedrungen war, nachdem er mutmaßlich rund zwei Kilometer durch den angrenzenden Inya See geschwommen kam, um sich an den Militärwachen vorbei zu stehlen.

Kurz nach der Urteilsverkündung sei der Innenminister des Staates in den Saal getreten und habe ein Sonderdekret des Junta-Chefs Than Shwe verlesen, der die Gefängnisstrafe auf 18 Monate Hausarrest herabsetzte, weil es sich bei Suu Kyi umd die Tochter des Nationalhelden General Aung San handele. Die Herabsetzung betreffe auch die Strafen der Hausangestellten. Das die Junta die Strafe “gnädigerweise herabsetzt”, obwohl ihr die erneute Verurteilung nur eine willkommene Rechtfertigung gibt, die Oppositionschefin auch weiterhin inhaftiert und mundtot zu halten, kann mit Fug und Recht als Farce bezeichnet werden.

Der US-Amerikamer John William Yettaw wurde dagegen zu einer siebenjährigen Haftstrafe in einem Arbeitslager verurteilt. Die Umstände, unter denen der Ex-US-Soldat das vom Militär bewachte Anwesen Suu Kyis heimlich erreichte, klingen bizarr. Er sei in der Nacht des 3. Mai durch den Inya-See geschwommen, habe sich zwei Nächte im Haus der Friedensnobelpreisträgerin – angeblich gegen ihren Willen – aufgehalten und sich schließlich auf den gleichen Weg zurück machen wollen, als er noch auf dem Rückweg schwimmend verhaftet werden konnte. Der Grund für den “Besuch” bleibe weiterhin unklar. Angeblich soll Yettaw bereits vom 7. November bis 3. Dezember 2008 in dem Anwesen gewesen sein. Kurz danach habe Suu Kyi ihren Leibarzt bei einem Hausbesuch gebeten, die Behörden über den Eindringling zu informieren.

[Irrawaddy.org]

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Verfasser: BreakingNews
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