Bolt-Freund Daniel Bailey im Visier?
Dopinggerücht über 100m-WM-Finalteilnehmer schwelt länger als 9,58sec
Wednesday, 19.August 2009 um 12:02 Uhr | Deutschland, Sport, Vermischtes
Was haben alle gestaunt, ob der Fabelweltrekordzeit von 9,58sec im 100m Finale der Leichtathletik-WM in Berlin, bei dem Weltmeister und Weltrekordinhaber Usain Bolt aussah, als wäre auch die 9,5sec-Marke für ihn so locker erreichbar, wie für unsereins der Kühlschrank. Doch der geneigte Zuschauer ist wie der Sportjournalist soviele Jahre nach dem Ben-Johnson-Desaster seiner Unschuld beraubt, an das saubere Lauf-Wunder zu glauben. Noch bevor die Urin- und/oder Blut-Proben am Sonntag die Labore in Kreischa und Köln erreicht haben schwelen die Spekulationen: Einer der Finalteilnehmer soll gedopt gewesen sein. Ausdrücklich auf den so sympathischen Helden zu zeigen, traut sich aber niemand.
Heute dann werden “IAAF-Kreise” zitiert, die inoffiziell verlautbaren, dass alle Proben der Finalteilnehmer negativ getestet worden seien. Die inherente Aufforderung des Weltverbandes darin, man dürfe (solle?) nun erleichtert zur WM-Tagesordnung übergehen, wird jedoch weiterhin ignoriert: Laut des Online-Dienstes trackalert.com, den selbst die ARD-Kommentatoren heute vormittag zitierten, soll der Sprinter Antiguas und Trainingsgefährte Bolts, David Bailey, angeblich positiv getestet worden sein. Ob der Viertplatzierte des 100m-Finals in Berlin oder zuvor bei einer Dopingkontrolle überführt worden sei, blieb allerdings unklar.
Die schwedische Zeitung Aftonbladet hat diese Medungen mittlerweile aufgenommen und berichtet, dass Bailey bei einer unangemeldeten Trainingskontrolle in der Woche vor dem WM-Start positiv getestet worden sein soll. Positiv Erleichtert werden Bolt-Fans registrieren, dass es nicht das jamaikanische Wunderkind selbst gewesen sein soll. Doch die Einschläge kommen näher, an dem Denkmal des Weltrekordhalters wird also noch by-proxy gekratzt – denn nur hinter vorgehaltener Hand geäußert bleibt der bislang unbeweisbare Vorwurf, wer mit Dopern trainiert, könne nur selbst betrügen. Der Informant des Aftonbladets sagte dazu vielsagend: «Wenn zwei seiner Trainingskollegen des Dopings überführt werden, dann hat auch Usain Bolt etwas zu erklären.» [Basler Zeitung]




30.August 2009 um 10:17 Uhr
Über den Rekord mag man denken, was man will. Ich will einfach glauben, dass er sauber war. Nach den bisherigen Standards wurde nichts Gegenteiliges bewiesen und eine kleine schwedische Zeitung hat mit ihrer vorsichtigen Behauptung weltweite Bekanntheit erlangt.