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TV-Produktion sucht Callcenter-Mitarbeiter für Doku über “Single-Abzocke”

Die Dienstleistung an der Einsamkeit boomt und die Informationstechnologie hat neue Märkte eröffnet, um der “Generation Single” neue Chancen zu bieten, sich anonym nach Kontakten umzusehen, die im besten Fall zu einer Partnerschaft führen sollen. Doch auch das Geschäft dieser neuen virtuellen Aufmerksamkeits-Branche birgt immer öfter herbe persönliche und finanzielle Enttäuschungen. Dieses Phänomen ist Thema der TV-Dokumentation einer öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt.

Die ausführende Produktionsfirma sucht dafür noch nach Menschen, die hinter den Kulissen gearbeitet haben und fragt konkret:

Wer hat in einem Callcenter oder ähnlicher Unternehmung für “Single-Abzocke” gearbeitet und möchte – unter Umständen auch in anonymer Form – über seine negativen Erfahrungen im Rahmen einer öffentlich-rechtlichen Fernsehproduktion berichten? Bitte wenden Sie sich direkt an die Produktion unter der Telefonnummer 0176 – 784 78 959 

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Verfasser: BreakingNews
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• 22 Kommentare »

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22 Responses to “ TV-Produktion sucht Callcenter-Mitarbeiter für Doku über “Single-Abzocke” ”

  1. # 1 Nachtschicht-Otto Says:

    Aha. ARD oder ZDF suchen also mal wieder ein paar von uns ehemaligen seelenlosen “Abzocker-Knechten”, die, meist nur als Silhouette sichtbar und mit verfälschter Stimme, ihre ehemaligem Chefs schwer belasten und ihre Krokodilstränen darüber vergießen sollen, wie schlimm das alles auch für sie war. In welche Richtung die Anforderungen gemäß den oben stehenden Formulierungen stehen, wird doch ganz offensichtlich, nicht wahr?

    Wieder einmal wird es die Sendeanstalten nicht interessieren, was wir, die wir uns für so etwas hingegeben haben, eigentlich für Menschen waren. Ob wir wirklich die geistlosen Dummerchen waren, obendrein noch gewissenlose Charaktere, denen nichts über das Geld verdienen ging, egal wie.

    Natürlich waren wir keine Heiligen! Nicht nur, dass wir uns zugegebenermaßen schwer versündigten, sondern auch, dass wir es auch noch für eine verhältnismässig bescheidene Bezahlung und unter Arbeits(rechts)bedingungen taten, allein um derer willen es die meisten schon von vornherein abgelehnt hätten, so etwas zu machen.

    Das Profichatten bestimmte nun mal eine lange Episode meines Werdeganges, und dazu stehe ich auch. Vieles war schlecht an dem Job, aber eben nicht alles. Dass wir die Singles (die nebenbei bemerkt in manchen Fällen gar keine waren) “abzockten”, das verdrängten die meisten von uns. Spaß gemacht hatte uns der weitgehend ungezwungene Umgang mit Menschen, eben auf anonymer Basis. Aus Hobbychatten hatten wir einen Beruf gemacht. Es wird sicherlich etliche unter den Surfern geben, für die das insgeheim so übel gar nicht klänge.

    Und nun? Die meisten von uns wurden unmittelbar nach den Razzien ohne ihre letzten 1 bis 2 Monatslöhne, ohne Arbeitszeugnisse (wie will man die von Arbeitgebern einfordern, die im Knast sitzen?) und überhaupt ohne alles nach Hause geschickt. Manche von uns dürfen sich davor fürchten, dass auch für sie ihr ehemaliger Job ein strafrechtliches Nachspiel haben könnte, möglicherweise erst Jahre später, nach dem Ende des Verfahrens, über das hier berichtet wird. “Beihilfe zum Betrug” nennt man das wohl. Möglicherweise gibts noch eine kleine Vorstrafe mit auf den Weg, damit wir auch ganz bestimmt gar nicht erst zu versuchen brauchen, für uns noch irgendwo eine berufliche Perspektive zu finden.

    Eines hatte uns alle verbunden: Wir wollten dem Staat nicht auf der Tasche liegen, und das haben wir auch nicht. Das hat sich inzwischen geändert! Die Fallmanager sagen uns, wir sollen uns irgend einen Job suchen, ganz im Sinne des Herrn Westerwelle, und zwar möglichst schnell. Doch wer will, auch angesichts der momentanen Nachrichtenlage, uns noch einen geben? Mal abgesehen von Hilfsarbeiten oder Jobs im Callcenter, in denen wir weiterhin beim Abzocken behilflich sein dürfen; diesmal vielleicht unter etwas geschickter legalisierten Deckmänteln und nicht ganz so ungezwungenem im Umgang mit Kunden; diesmal wären es auch keine Singles (jedenfalls nicht unbedingt), sondern potentielle Lotterie- oder Netzanbieter-Kunden oder Abonnenten, gerne auch verwitwete Omas – womit wir also doch wieder bei den Singles wären.

    All das werden die Sendeanstalten vermutlich von uns gar nicht wissen wollen. Deswegen kann zumindest ich mir schwer vorstellen, mich für so etwas zur Verfügung zu stellen. Eventuelle “Aufwandsentschädigungen” zöge mir sowieso die ARGE gleich wieder ab.

    Aber gut, dass ich bei der Gelegenheit auch mal das eine oder andere loswerden durfte. Sie, lieber Moderator, werden verstehen, dass mich der Verlauf des Gerichtsverfahrens besonders interessiert, und auch dass ich Ihre Arbeit hier sehr zu schätzen weiß. Ich hoffe, es irritiert Sie nicht, dieses Kompliment auch mal aus dem “anderen Lager” zu hören. ;)

  2. # 2 BreakingNews Says:

    Hallo Nachtschicht-Otto,

    zunächst einmal vielen Dank für die Wertschätzung! Es irritiert mich lediglich, dass man ständig versucht, mich irgendwelchen Lagern zuzuordnen, ansonsten nehme ich ehrliche Komplimente von jedem gerne an ;-)

    Ich kann nicht für die Produktionsfirma sprechen, aber der Regisseur, mit dem ich mich nun schon mehrfach unterhalten habe, ist durchaus an den grundlegenden Mechanismen interessiert. Und offenbar haben Sie etwas zu dem Thema zu sagen. Vielleicht geben Sie ihm einfach eine Chance, ablehnen können Sie dann immer noch! Im übrigen wäre es ihm ganz sicher Recht, Sie auch ohne Verfremdung zeigen zu können.

    Diese Doku wird sich nicht allein mit SMS-Chats beschäftigen. Es geht um alle möglichen Formen der Kommunikation. Das sich diese Doku nun einmal um die Verbraucherseite dreht, mag dem Inhalt eines Interviews gewisse Grenzen ziehen, aber das wird man direkt mit dem Verantwortlichen klären können. Ich gehe jedenfalls nicht davon aus, dass die Animateuere ausnahmslos geistlose Dummerchen oder gewissenlose Charaktere waren oder als solche dargestellt werden sollen. Die wenigen Zeugen, die dazu bisher im SMS-Chat-Prozess vernommen wurden, sagten übereinstimmend aus, dass sie froh waren, überhaupt einen Job zu haben und teilweise selbst mit Schicksalen lebten, die sie laut “Chat-Bibeln” wahrscheinlich zu den besten eigenen Kunden gemacht hätten. Wohl deshalb sind SMS-Chat-Unternehmungen in der Umgebung Flensburgs so aus dem Boden geschossen. In strukturschwachen Regionen läßt es sich wahrscheinlich einfacher Leute finden, die keine große Wahl haben und solche Jobs nicht einfach ablehnen können.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Ruediger Kohls
    Kiel211.de

  3. # 3 d aus f Says:

    meiner meinung nach ist diese dokumentation ein guter weg, um den zuschauern einen eindruck über die menschen hinter den kulissen zu geben.
    auch ich war insgesamt 4 jahre als agent tätig und habe es weite strecken sogar gern gemacht… alles andere wäre gelogen. aber ich habe begonnen mich selbst zu reflektieren und musste feststellen, dass ich keiner dieser “abzocker-knechte” sein wollte. wobei dieses wort auch nicht zutrifft, denn seien wir mal ehrlich… wenn ich in einer community bin und dort gratis mit anderen chatten kann, warum sollte ich dann plötzlich dafür zahlen, damit ich dies auch weiterhin mit einer ausgewählten person machen kann?
    man wurde in den meisten fällen per “willkommens-sms” auf die kosten hingewiesen. es ist kein geheimnis, dass dieser hinweis in den letzten atemzügen dieser moralisch bedenklichen branche unterdrückt wurde… ab diesem punkt kam ich selbst ins grübeln und stieg aus, denn hier begann die wirkliche abzocke!
    ich habe viel mitbekommen, wenn auch nicht alles, aber mir sind die wege der kundengewinnung wohl bekannt… aber dies muss an dieser stelle nicht weiter ausgeführt werden.
    wenn ich so zurück denke, möchte ich diese erfahrung nicht missen. es hat mir die augen geöffnet und wann immer mir möglich, melde ich sogenannte fakes… ich war gut in meinem job, doch heutzutage gehe ich andere wege, will nicht mehr anderen das geld aus der tasche leihern!
    ich werde mir die sache gut durch den kopf gehen lassen und evtl. bin ich ein potenzieller gast für diese dokumentation. es wäre sogar hilfreich, wenn ich einige infos per e-mail bekomme.
    mit freundlichem gruß
    d aus f

  4. # 4 BreakingNews Says:

    Hallo D.!

    Falls Sie ernsthaft interessiert sind, würde ich Sie bitten, kurzfristig die o.g. Nummer zu kontaktieren! Ich gehöre der Produktionsfirma nicht an und kann Ihnen daher keine weiteren Informationen geben.
    Der obige Artikel ist bereits fast zwei Wochen online und die Veröffentlichung hier der letzte Versuch des ausführenden Regisseurs gewesen, nachdem Anzeigen in örtlichen und überörtlichen Zeitungen keine Resonanz gebracht hatten. Da auch die Produktion an Termine gebunden ist, wird sie womöglich nicht mehr allzu lange Zeit haben!

    Mit freundlichen Grüßen,
    Ruediger Kohls
    Kiel211.de

  5. # 5 d aus f Says:

    @ breaking news
    danke für die info… und der redaktion ein angenehmes wochenende und weiterhin viel erfolg!
    greetz d.

  6. # 6 Maren Says:

    Warum nenn die Tv-Produktion nicht Ross und Reiter? Nur eine Handynummer. Dazu die einseitig gewolte Berichterstattung.
    Die Leute, die ich kennem waren alle zufrieden mit ihrem Job, se bekamen besser bezahlt als in anderen Jobs (Gastronomie etc.). Hatten bessere flexible Arbeitszeiten und meist sehr sehr nette Kollegen. Sie haben damit nicht dem Steuerzhler auf der Tasche gelegen, sogar Sozialabgaben bezahlt u. etwas zur Rentenkasse beigetragen. Über die Moral lässt sich streiten, aber wer tut das schon bei den Bänkern oder andere faule Investments, einer alten Oma Papiere angedreht haben und so diese vielen Leute um ihr sauer verdientes erspartes Geld gebracht haben.
    Wo ist da der Staatsanwalt?
    Bei den mir bekannten Chattern hat niemand gedacht Unrecht zu tun- da die “Kunden” genau über Kosten informiert wurden und über alles andere auch…

  7. # 7 d aus f Says:

    @ maren:
    du hast recht, wenn du sagst, dass die “kunden” auf die mehrkosten hingewiesen worden sind, doch – wie bereits erwähnt – wurde dieser hinweis zum ende hin unterdrückt. Das hat nichts mehr mit rechtschaffender arbeit zu tun!
    natürlich sind andere branchen auch nicht besser (banken), doch um die geht es hier nicht…
    wie “breaking news” auch bereits erwähnte, will der regisseur die hintergründe beleuchten und nicht alles schlecht machen! darin besteht ein kleiner, feiner unterschied… denn sonst würde sich die redaktion ja nur an die “kunden” wenden und nicht auch an die angestellten… es geht eben um die menschen in beiden lagern! ;)

    greetz

  8. # 8 Maren Says:

    @d aus f
    Was heißt denn zum Ende unterdrückt?
    Was mich eben interessieren würde, ist die Produktionsfirma und frage mich, warum die hier nicht genannt wid, normalerweise gehört die und andere Angaben doch zu Kontaktdaten dazu…

  9. # 9 Marcel Says:

    Also, ich hatte eine große Lebenskriese, über die Krankenkasse waren für Therapie Wartezeiten, privat Psychologe über 90 Euro und vorbestimmte termine. Ich brauchte Hilfe aber genau zu diesem Zeitpunkt. So tauchte ich in einen Chat ein, der auch nicht billig war und ich glaube, es heißt von Animatören betrieben wurde, das stand auch so vorher zu lesen, doch dieser Chat rettete mir mein Leben, ich brauchte die Sms und die Ratschläge. Danke du unbekannter im Netz.

  10. # 10 d aus f Says:

    @ maren:
    die haben die “welcome-sms” nicht versendet und der kunde blieb ahnungslos…

  11. # 11 Marcel Says:

    @d aus f
    also ich habe eine willkommenssms bekommen. Du hast doch geschrieben, das zum ende es unterdrückt wurde. Nun schreibst du, das die wilkommenssms wegblieb, da wiedersrichst du dir doch, oder???

  12. # 12 d aus f Says:

    @marcel: kennst du eigentlich die gemeinsamkeit von “unterdrückt” und “nicht versendet”?
    grübel nicht länger… in beiden fällen kommt die sms nicht beim empfänger an ;)

    in diesem fall ist “nicht versendet” identisch mit “unterdrückt”!

    keine ahnung wann du diesen service in anspruch genommen hast…. vielleicht wurde dieser illegale pfad ja auch wieder verlassen…. fakt ist jedoch, was ich oben bereits beschrieben habe.

    für’s nächste mal solltest du definitiv genauer lesen, bevor du etwas in frage stellst. kleiner tipp: das schwarze sind die buchstaben ;) denk mal drüber nach!

    ich will dich nicht persönlich angreifen – ich kenn’ dich ja nicht mal – aber bei solchen äußerungen muss ich einfach schmunzeln.

    aus reiner neugier: hast du nach der “willkommens-sms” weiter geschrieben?

    mfg

  13. # 13 d aus f Says:

    @ marcel: hab mir gerade meine frage selbst beantwortet.
    betrübend zu hören, dass du so fertig warst. das tut mir ernsthaft leid für dich und ich hoffe, du hast deine krise überwunden und kannst wieder nach vorn schauen!

    allerdings bleibt dann noch die frage offen, ob du die nummer über eine kostenlose community bekommen hast oder ob du von vornherein wusstest, dass es teuer wird. denn darum geht es doch! wenn du von vornherein weißt, worauf du dich einlässt, ist es was völlig anderes, als wenn du quasi erst geködert wirst.

    natürlich gibt es hin und wieder menschen, denen damit geholfen wird, aber der weg zum kontakt , muss von anfang an klar sein! es kann nicht sein, dass unwissende auf einmal ein halbes vermögen berappen müssen!!!

    mfg

  14. # 14 Christian Says:

    Sehr geehrter Herr Kuhls,
    1. Wieviel vermeintlich Geschädigte sind seit Sep. 09 vor Gericht vernommen worden?
    In welcher gezahlten Höhe beläuft sich ein evtl. Vermögensschaden dieser Zeugen?
    2. Was ist aus dem “sogenannten” Gutachter geworden (s Dez. 09). Es soll bisher kein zusammenhängendes Gutachten geben. Hat sich da was getan?
    Wir haben doch nun schon März 2010. und ein beschleunigtes Verfahren?
    Shön, wenn Sie antworten könnten und Sie betreiben mit Ihren Berichterstattungen ein wirklich wertvolles Hobby!
    Viele Grüße.

  15. # 15 BreakingNews Says:

    Moin zusammen…

    Tut mir leid, dass meine Veröffentlichungsrate in den letzten Wochen noch weiter gegen Null gerutscht ist! Anderweitige Verpflichtungen liessen weitere Schreiberei nicht zu, allerdings gibt es genug zu berichten, was nach meiner Hoffnung auch in den kommenden Tagen und Wochen der Fall sein wird! Das Papier stapelt sich… ;-)

    Schön allerdings, dass auch in meiner Abwesenheit so interessant diskutiert wurde!

    @Christian:
    1. Seit Prozessbeginn sind bisher insgesamt 4 mutmaßlich Geschädigte gehört worden, die letzten drei in den letzten beiden Wochen! Die Vermögensschäden beliefen sich laut Anklage auf 823,- Euro (wurde von der Geschädigten aber nicht bezahlt), 200 Euro, 1660,- (Angebl. Eigentlich über 2.500,- aber auch die wurden nicht bezahlt, stattdessen 560,- für den Rechtsanwalt), und sage und schreibe 60 Euro (für die die mutm. Geschädigte von der schweizerischen Grenze anreiste)
    Die Kammer will alle 53 exemplarisch in der Anklage genannten Geschädigten hören und behält sich vor, 20 weitere aus den angebl. 700.718 zu vernehmen.
    2. Der Befangenheitsantrag der Angeklagten gegen den Gutachter ist noch immer nicht von der Kammer beschieden worden, und so lange hängt das Ganze weiter in der Schwebe!

    Beschleunigtes Verfahren gibt es hier nicht, es geht immer nur darum das Beschleunigungsgebot zu achten und das Verfahren nicht unnötig in die Länge zu ziehen, insbesondere dann, wenn Angeklagte noch immer in U-Haft sitzen.

    @Maren:
    Es geht bei der Doku nunmal nur um einen Teilaspekt und das auch nicht allein auf SMS-Chats bezogen, das ist nur eines von vielen Spielarten… Die Tatsache, dass darin nicht genauer auf die Doku-Macher eingegangen wurde hat lediglich damit zu tun, dass der Text dem entsprach, wie er in vielen deutschen Tageszeitungen inseriert worden war. Doch das Thema ist grade im Zeitungsbereich durchaus heikel, so dass sich die Produktion etwas bedeckt halten muss. Viele Verlage haben die Anzeigen nicht abdrucken wollen, weil auch sie von den Anzeigen der Branche bis hoch zur Telekom leben!

    Grüße an alle Leser!
    Ruediger Kohls
    Kiel211.de

  16. # 16 Guido S. Says:

    hier mal ein neuer Artikel

    http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/hamburg/article6877184/Prozess-um-Flirt-Betrug-wird-zum-Justiz-Marathon.html

    ich frag mich echt,wann der Irrsinn ein Ende findet. Und ich frag mich immer noch,um was es da eigentlich geht. Draußen waren genug andere Firmen am Start,die teilweise viel höhere Umsätze gefahren haben als Mintnet. Warum ausgerechnet Mintnet? Diese ganze SMS-Kiste mit den angeblichen Betrugs-Flirt-SMS kommt mir so vorgeschoben vor.

    Es werden auch so wenig “Geschädigte” vernommen,normalerweise müßten die Halb-Stundentakt vernommen werden, warum so zögerlich?

    Und wer bezahlt denn diese hohen Kosten von bisher 150.000 Euro? Kann doch nur vom sogenannten “abgezockten” Geld kommen?

    Fragen über Fragen

    Gruß Guido

  17. # 17 Wolfgang Says:

    Hallo Herr Kohls,

    Ich hatte gehört Sie würden über das Osterwochenende eine zusammen fassung der letzten

    Wochen auf Ihrem Server Veröffentlichen.

    Wann in etwa können Ihre Leser damit rechnen.

    Die Leser sind auf Entzug ( grins ) und würden uns alle bestimmt freuen über Ihre tolle

    Berichterstattung.

    Mit freundlichen Grüßen.

    Wolfgang

  18. # 18 Maik Says:

    Wissen was ich nicht ganz verstehe,warum eigentlich Mintnet.
    Soll ich ihnen mal erzählen wieviel Firmen noch in Deutschland Chat Betreiben.
    Die Möchte gern Stattsanwältin sollte mal lieber bei den Grossen Proveildern vorbei schauen.
    Wie zum Beispiel M…….w,N..-m,C..-24,p….-t..e-s……de.
    Und jetzt kommen die Schlimmsten Frau Stattsanwältin ich hoffe sie haben was zum schreiben in der Hand,C……y.com,C……L AG,d… GmbH,M….a GmbH,M… S…………….n GmbH,M…..e M…..e GmbH, M……..s AG,N.. M…e AG,S…..e GmbH,W…….R M…..E GmbH,
    [Sorry, aber angesichts einer in seiner Unberechenbarkeit berechenbaren Forenrechtsprechung eines deutschen OLG sind die Namen unkenntlich gemacht. Falls sie den Strafverfolgungsbehörden etwas mitteilen möchten, schreiben Sie sie gerne auch per Mail an! Ich kann Ihnen allerdings versichern, dass nach meiner Kenntnis mindestens eine dieser Firmen ebenfalls im Visier der Behörden war/ist. - im gesamten Bundesgebiet laufen ähnliche Ermittlungen und Strafverfahren, gez. d. Herausgeber]
    Dan bin ich ja mal gespannt frau stattsanwältin ob sie noch genug kraft und Ego haben gegen solche firmen anzuklagen,soll ich ihnen mal was sagen meine lieben leser sie wird nichst unternehmen kein stück,wenn sie sich fragen sollten warum.
    Dazu sage ich nur eins Weil diese firmen alle unter eine decke stecken alle,alle wie ich sie ihnen aufgelistet habe.Mintnet ist ein dreck dagegen was diese firmen in monat an umsätze gemacht haben.
    Die möchte gern stattsanwälten wird nichst dageben unternehmen warum weil die schon alle ihrer server in der schweiz haben und alle daten gelöscht haben.
    Wenn die Stattsanwälten bischen schlau ist da geht sie zu den grossen proveilder wie D1,D2
    und nimmt sich mal alle kurzwahlnummern mal vor was in 2008 alles lief dan hat sie mehr beweise als sie es abarbeiten kann.Dan hat sie die ganz grossen Fische an Land gezogen.
    Wenn einer fragen hat kann sich jeder zeit bei mir melden N.y@yopmail.com

  19. # 19 BreakingNews Says:

    @Wolfgang:
    Ich kann mich ja auch nur wiederholt für die Geduld bedanken, ich hätte die Artikel gerne schneller online, aber es fehlt zu oft schlichtweg die Zeit, die oft mehr als 15-seitigen handgeschriebenen Skripte entsprechend aufzuarbeiten. Und da ich das einzige schreibende Organ vor Ort bin, nutze ich das Monopol zumindest in dieser zeitlichen Hinsicht aus ;-)

    Nur so als Zwischenstand: Zur Zeit redigiere ich sukzessive mehrere Artikel mit einem Gesamtvolumen von 100.000 Zeichen und über 11.000 Worten…

    @Guido
    Als geschädigte Zeugen werden in den nächsten Wochen und Monaten insgesamt ca. 70 der über 700.000 nach der Anklage mutmaßlich Geschädigten gehört. Die ersten wurden bereits vernommen.
    MintNet ist auch nicht die einzige Firma aus der Branche, gegen deren Verantwortliche ermittelt wird. Verfahren gibt es bundesweit! Auch in Kiel wartet noch ein weiteres, dass aber erst nach dem MintNet-Verfahren angegangen wird.

    Grüße,
    Ruediger Kohls
    Kiel211.de

  20. # 20 Uwe Says:

    Hallo Herr Kohls,
    wurde zwischenzeitlich die in Fl verurteilte Mitarbeiterin im Kieler Prozess vernommen? Lt. Presse basiert das Urteil aufgrund eines Geständnisses mit Hinweis auf den Kieler Prozess.
    Wieweit mag da die Beweisermittlung gegangen sein, wurden Zeugen gehört. oder langte das Geständnis “ich fühlte mich (moralisch) schuldig?..” Kann man Absprachen vermuten o. war ihr Anwalt völlig vertrottelt?
    Ist da etwas bekannt?
    Das Kieler Landgericht mag über dieses Urteil hoch erfreut sein – Auffällig ist doch, dass dieses Urteil genau zum Haftprüfungstermin der Kieler Angeklagten verging. – “h oni soit qui mal y peuse…”
    Wie kann die Verurteilung mit Hinweis auf das Kieler Verfahren- möglich gewesen sein?!
    Der Kieler Prozess befindet sich scheinbar nach 7 monatiger Verhandlung noch in den Anfangsschuhen: Von 59 angeblich Geschädigten, die man zu hören gedenkt, sind 4 Fälle “abgearbeitet”. Es fehlen demnach noch 55 Aussagen, dies entspricht mindestens 55 Prozesstage, das sind dann wohl mindestens 7 Monate alleine für diese? Plus Franchiser, Mitarbeiter, Datenbank, Gutachtenprobleme…?? Wo wird das bloß hingehen?
    Ein mögliches Prozessende in 2011 dürfte wohl völlig realitätsfern sein, wenn man weiter so wenig Effizienz erarbeitet. Was wohl auch an mangelnder Prozessvorbereitung liegen mag.
    Ein völlig aufgeblähter Prozess. der so in dieser Form sicher nicht Not tut. Eine ABM Maßnahme der besonderen Art für Richter, Staatsanwälte etc und dies auf Kosten der Steuerzahler!

  21. # 21 BreakingNews Says:

    @Uwe
    Die verurteilte junge Frau wurde an drei Tagen vernommen, dies wird – wie auch das AG-Urteil selbst zum Thema meines ersten kommenden Artikels werden – noch ein wenig Geduld, den die Befragung war tatsächlich nicht ohne Brisanz! Das Zustandekommen wird von der Verteidigung im MintNet-Verfahren als “rechtsstaatsunwürdig” bezeichnet, und man kann wohl behaupten, dass Teile des “Flurfunks” in Kiel sich über das Urteil lustig gemacht haben.

    Wie sich der Prozess weiter entwickeln wird, muss man abwarten. Tatsächlich sollen neben den 52 exemplarisch in der Anklage aufgezählten mutmaßlichen Geschädigten zusätzlich weitere 20 aus den übrigen 700.000 befragt werden. Mit den anderen zahlreichen Beweisthemen wird die Kammer das Tempo im Laufe sicher noch anziehen, ein dritter wöchentlicher Termin steht weiterhin im Raum, laut Vorsitzendem notfalls auch Samstags, wenn sich in der Woche kein anderer Tag finden läßt. Die Frage, ob die Verfahren gegen die drei wegen Beihilfe Angeklagten der sog. “zweiten Reihe” eingestellt werden, steht auch weiterhin im Raum, eine diesbezügliche Übereinkunft zwischen StA, Gericht und Verteidigung könnte naturgemäß zu einer Straffung führen.

  22. # 22 BreakingNews Says:

    Der erste von mehreren in den kommenden Tagen folgenden Artikeln zu den Verhandlungstagen aus dem März ist nun hier zu finden:

    Link: Kiel211: Aussage der ersten verurteilten Mitarbeiterin des “MintNet”-Komplexes

    Beste Grüße,

    Ruediger Kohls
    Kiel211.de

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