Mysteriöses Verschwinden
Kiel211: Keine Hinweise, dass Tim Irmer noch lebt – Suche wird eingestellt
Monday, 31.May 2010 um 20:04 Uhr | Kiel211, Polizeimeldungen, Unglücke/Unfälle
Im Fall des mysteriösen Verschwindens des 18-jährigen Tim Irmer aus Dänischenhagen beginnt die Hoffnung der Frustration, der Wunsch dem Realismus zu weichen. Ein Satz aus der Pressemitteilung der Polizeidirektion Kiel vom Samstag wiegt schwer: “Bei der Polizei sind bislang keine Hinweise eingegangen, die sicher darauf hindeuten, dass Tim Irmer noch lebt.” Die Ermittlungen seien ohne neuen Erkenntnisgewinn geblieben, nach sieben Tagen ohne Lebenszeichen werde die Wahrscheinlichkeit immer geringer, den jungen Mann lebend zu finden, der in der Nacht vom 21. auf den 22. Mai 2010 das Gelände der “Halle 400″ in Kiel verließ, wahrscheinlich in der Nähe des Hauptbahnhofs den Nachtbus der Linie 705 bestieg, um diesen kurz vor Heikendorf an der Haltestelle Kitzeberg zu verlassen und danach mehr oder weniger spurlos zu verschwinden. Weil nunmehr keine Anhaltspunkte für weitere Suchbereiche vorliegen, wird die öffentliche Suche zu Wochenbeginn vorerst eingestellt.
Der Einsatz von Beamten, Spür- und Leichensuchhunden und einem Hubschrauber war in den letzten Tagen erfolglos geblieben, obwohl das federführende Kommissariat 11 der Kieler Kriminalpolizei nach Auswertung von Hinweisen den Suchbereich auf ein Gebiet zwischen Schwentinemündung und Fischaufzuchtstation neben dem Kieler Gemeinschaftskraftwerk eingrenzte. Sechs Spezialtaucher und ein für die Wassersuche ausgebildeter Leichensuchhund des Arbeiter-Samariter-Bundes waren dort am Samstag von 9 bis 17.30 Uhr im Einsatz, fanden aber in dem Bereich der Kieler Förde weder den Gesuchten, noch auf seinen Verbleib deutende Hinweise.
Ab Montag hätte die Suche mit neuen Suchhunden aus Niedersachsen und Polizeitauchern ursprünglich fortgesetzt werden sollen, wurde aber kurzfristig abgesagt, da der Einsatz der speziell ausgebildeten Hunde nur auf begrenzter Fläche sinnvoll und eine großflächige Suche weiter Teile der Kieler Förde bis hin zur Hörn mit ihnen nicht möglich ist. 45 Hinweise hat die Polizei mittlerweile aus der Bevölkerung aufgenommen und bearbeitet, mit dem Ziel neue Ermittlungsansätze zu erlangen oder die bisherigen zu erhärten. Die Ermittlungstätigkeit wird weitergeführt und bei neuen Ansätzen auch die Suchtätigkeit wieder aufgenommen.
Der 1,75m große, sportliche junge Mann mit blonden Haaren, der zum Zeitpunkt seines Verschwindens ein hellgrünes T-Shirt, blaue Jeans, weiße Nike-Turnschuhe mit zwei blauen Streifen und einem roten Nike-Logo und sowie einen dunkelgrauen Kapuzenpullover mit schwarzen Streifen trug, hatte sich in der Nacht vom 21. Mai 2010 auf den 22. Mai 2010 im Anschluß an eine Abi-Party in der “Halle 400″ gegen 1.30 Uhr in einen Bus der Nachtbuslinie 705 Richtung Heikendorf gesetzt und war nach Angaben des Busfahrers an der Haltestelle Kitzeberg gegen 2.00 Uhr ausgestiegen. Personenspürhunde verfolgten am Dienstag die Fährte des Vermissten von dort aus zurück Richtung Kiel. Die Suche nach ihm blieb ebenso ohne Ergebnis, wie der Versuch, das Handy des jungen Mannes zu orten. Gegen 23.30 Uhr soll er im Bereich der Gablenzbrücke letztmalig nahe der “Halle 400″ gesehen worden sein. Im Veranstaltungszentrum an der Kieler Hörn sollte der “Abi deluxe Showdown” der 12 großen Gymnasien aus Kiel und der Umgebung steigen. Am Rande der Party geriet der Schüler zwar offenbar mit einer Gruppe junger Männer in Streit, diesen wurden aber schnell als Verdächtige ausgeschlossen. Wieso der in Dänischenhagen, westlich von Kiel-Schilksee wohnhafte junge Mann in der Nacht ans nördliche Ostufer fuhr, ist noch immer nicht geklärt. Eine Zeugin soll gegenüber der Polizei nach NDR-Informationen angedeutet haben, dass Tim Irmer eine Party im Bereich Heikendorf habe besuchen wollen. [Kiel211.de | Kiel211.de]



09.June 2010 um 23:18 Uhr
[...] erkannt worden, der dann die Polizei benachrichtigte. Dies war auch der Grund gewesen, warum am vergangenen Samstag Taucher und Leichensuchhunde einen Teil der Kieler Förde in unmittelbare…hatten. Dabei wurde auch die Umgebung des nicht im Betrieb befindlichen Ansaugstutzens abgesucht, [...]